für Bezirk

Erstellt am 30. September 2013 | 00:40
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Foto: NOEN, Jedlicka
(Grüne) und Scherak (Neos) gewählt.
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Von Gerhard Lorenz

Die Nationalratswahl am Sonntag brachte im Bezirk zwei Sieger. Die SPÖ konnte ihre Position als klare Nummer 1 trotz Verluste verteidigen, die FPÖ ließ die ÖVP deutlich hinter sich und ist zweitstärkste Kraft. Frank Stronach konnte in seinem „Heimatbezirk“ kaum bessere Ergebnisse erzielen als im bundesweiten Durchschnitt.

Neos-Spitzenkandidat Scherak kommt aus Oberwaltersdorf

Dennoch wird der Bezirk in den kommenden fünf Jahren von mindestens fünf Nationalräten vertreten. Für die ÖVP zieht der Badener Andreas Zakostelsky auf Platz sechs der Bundesliste ins Parlament ein. Davon, dass die Grünen ein drittes Landesmandat in NÖ erringen konnten, profitiert die Bad Vöslauerin Eva Mückstein, die neben Spitzenkandidat Dieter Brosz aus Trumau den Einzug schaffte. Dazu kommt Neos-Spitzenkandidat Nikkolaus Scherak aus Oberwaltersdorf.

Zwei Seelen in Otto Pendls Brust

SP-Spitzenkandidat Nationalrat Otto Pendl verbrachte den Wahlsonntag in Wien. Zum Ergebnis meint er: „Dabei habe ich zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits freue ich mich natürlich, dass wir stimmenstärkste Partei geworden sind, andererseits ist das Minus alles andere als erfreulich. Die Wahlkarten werden an dem Ergebnis nicht viel ändern, sie werden sicher auf alle Parteien vergeteilt sein.“

Der Grüne Abgeordnete zum Nationalrat Dieter Brosz ist auch schon ein „alter Hase“ in der Bundespolitik. Er freut sich, dass seine Partei das beste Ergebnis für Niederösterreich erreichen konnte. „Und Niederösterreich ist für die Grünen ein hartes Pflaster. Im Bezirk haben wir stark zulegen können.“

Nicht auf dem Rücken der Patienten sparen

Freuen kann sich auch Psychologin Eva Mückstein über ihren Einzug in den Nationalrat. „Ich will mich bei allen Wählern für ihr Vertrauen bedanken“, strahlte die frisch gebackene Nationalrätin am Sonntag. Sie wolle sich vorwiegend für den Gesundheitsbereich engagieren. „Ich will meine Versprechen, die ich vor der Wahl gegeben habe, umsetzen. Die Psychotherapie wird immer mehr gefragt, ebenso die Therapie für Kinder, das hängt mit den sozialen Problemen unserer Zeit zusammen. Das sind Themen die behandelt gehören“, ist Mückstein überzeugt. „Es muss zwar gespart werden, aber nicht auf dem Rücken der Patienten.“

„Endlich wieder einmal schlafen“

„Ich bin drinnen“, freut sich Nikolaus Scherak, der für die Neos als Listenerster im Bezirk Baden und auf der Landesliste ins Rennen ging. In Baden ging der Jungpolitiker in die Volksschule, lebt in Oberwaltersdorf, studiert in Krems Menschenrecht und in Wien schließt er gerade sein Jus-Studium mit dem Doktor ab. Warum er in die Politik möchte? „Weil ich mich in 15 Jahren noch in den Spiegel schauen möchte und sagen kann, ich habe wenigstens versucht, etwas zu ändern“, so Scherak, der überzeugt ist, Politik auch anders zu machen. In den nächsten Stunden hat er aber nur ein allzu menschliches Bedürfnis: „Endlich wieder einmal schlafen.“

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