Euro-Euphorie im Bezirk Baden in Warteposition. Am 11. Juni beginnt die Fußball Europameisterschaft. Corona-bedingt lässt das Fußballfieber heuer noch auf sich warten.

Von Andreas Fussi, Malcolm Zottl und Elfi Holzinger. Erstellt am 26. Mai 2021 (05:25)
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Die beiden Bad Vöslauer Fußballerinnen Verena Bensch und Tamara Knezevic (v.l.) sind schon im „Euro-Fieber“. Verfolgen werden sie die EM daheim vor dem Fernseher. „Vielleicht kommen ein paar aus der Mannschaft zusammen, um zu schauen“, sagt Knezevic. „Wenn man mit Freunden schaut, ist die Stimmung besser“, weiß auch Benesch.
Zottl, Zottl

In etwas mehr als zwei Wochen findet die Fußball-Europameisterschaft statt. Ein Rundruf der NÖN ergab, dass nur wenige Menschen in der Region von der EM Bescheid wissen, das Interesse ist dementsprechend bislang mau. „Diese EM ist die, die mich am wenigsten interessiert. Es ist unter Corona alles untergegangen, auch wie sie aufgeteilt ist, in den verschiedenen Ländern, hat keinen Flair“, hat Thomas Markytan, Trainer von Gebietsligist Trumau, sein Urteil gefällt.

„Ich hab mir dazu bis jetzt ehrlich gesagt überhaupt keine Gedanken gemacht, obwohl ich Fußball sehr aktiv verfolge“, bestätigt auch Traiskirchens SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler das geringe Interesse. Casino Baden-Trainer Rainer Weiß freut sich hingegen nach den Geisterspielen in den letzten Monaten endlich wieder auf Spiele im Fernsehen vor einer Zuschauerkulisse. „Ohne Fans wäre es einfach keine richtige EM“, stellt Weiß klar.

Doch was wird der Teamchef Franco Foda und seinem Kader zugetraut? Da gibt es durchwegs geteilte Meinungen. Für Markytan wäre ein Überstehen der Gruppenphase schon ein Erfolg, besonders David Alaba sieht er aber als „Reizthema“, weil er im Teamdress nicht sein Potenzial ausschöpfte. Weiß kritisiert, dass die Tormannfrage kurz vor der EM noch nicht geklärt ist, „ansonsten haben wir tolle Qualität dabei.“

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Andreas Kronfellner ist bereits in EM-Stimmung.
privat, privat

Gemeinderat Andreas Kronfellner aus Berndorf hat sich als EM-Fan geoutet und ein nettes Foto von sich im Fan-Outfit geschickt. Und auch einige Eltern bestätigten, dass sie mit ihren Kindern Pickerl für die legendären Panini-Alben zur EM sammeln, so etwa Familie Kalkusch aus Hernstein. Aber so richtig in Fahrt ist die Euphorie noch nicht: „Wir haben noch nicht viele Stickeralben verkauft und fast noch die gesamten Lagerbestände zur Verfügung. Die Nachfrage hält sich hier bei uns in Grenzen!“, heißt es von der Trafik am Josefsplatz in Baden.

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Familie Kalkusch beim Panini-Bilder sammeln. Einige Sticker fehlen noch.
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Noch nicht motiviert scheinen die Leute zu sein, wenn es darum geht, sich fernsehtechnisch für die EM zu rüsten. Ludwig Jiricek vom Elektrofachgeschäft in Guntramsdorf, weiß, „dass meistens wenn Österreich bei der EM vertreten ist, ein steigender Verkauf an Fernsehgeräten zu merken ist.“ Dieses Jahr jedoch merke man davon noch nichts. 

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