Aus Frust: Mann zerstörte Dirndl-Shop-Schaufenster. Ein 25-jähriger Mann aus der Nachbarschaft wollte seinen Frust loswerden und warf Steine ins Schaufenster des Dirndl Secondhand Shops in Gainfarn. Elektriker verfolgte Täter.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 18. Juni 2020 (05:12)
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„Dirndl-Resi“ Therese Witzmann-Merian vor dem eingeschlagenenSchaufenster.
Fussi

Ein unglaublicher Vorfall ereignete sich Mittwochnachmittag. Ein Nachbar gegenüber des „Dirndl Secondhand“ Shops & Verleihs in der Großauer Straße beobachtete, wie ein junger Mann gegen das große Schaufenster trat. Als das nicht nachgab, holte er sich zwei Pflastersteine und warf sie gegen die Scheibe. Durch den Krach wurde ein Elektriker in der Nähe aufmerksam. Er verfolgte den Täter, der in der Nähe wohnt. Dann alarmierte der aufmerksame Mann die Polizei, die den Übeltäter abholte.

Geschäftsfrau Therese Witzmann-Merian, bekannt als „Dirndl-Resi“, zeigte sich bestürzt, als sie von dem Vorfall erfuhr. Sie war zu dem Zeitpunkt nicht im Geschäft oder im Lager im ehemaligen Heurigen Anton Herzog daneben. Auf der Polizeiinspektion informierte man sie, dass der 25-jährige Täter geständig ist und bestrebt sei, den Schaden wieder gutzumachen. „Mit meinem Shop oder mir hatte der Akt gar nichts zu tun. Er sei einfach frustriert gewesen“, habe sie erfahren. Den Schaden schätze sie auf über 2.000 Euro. Erleichtert ist sie, dass es sich um keinen Einbruch handelte.

Das Geschäft an sich laufe sehr gut, wäre da nicht Corona, sagt Witzmann-Merian. Der Härtefallfonds sei ein Rettungsanker gewesen. Etwa 1.100 Dirndln in allen Größen habe sie. Der Preis für die gebrauchten, aber in Top-Zustand befindlichen Stücke bewegen sich zwischen 69 und 99 Euro. Witzmann hofft, über den Sommer ihre Fixkosten hereinzubekommen, um dann im Herbst durchzustarten. Ein Teil ihres Reinerlöses spendet sie an Hilfsorganisationen, zuletzt den Verein Safersurfing.

www.dirndl-resi.at/