Bezirk Baden: Wenn die Wiesen wieder aufblühen

Erstellt am 16. März 2022 | 04:30
Lesezeit: 2 Min
Zum Start in den Frühling ist vor allem großzügiges Gießen sowie das Zurückschneiden diverser Sträucher angesagt.
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Gemächlich aber doch, neigt sich der Winter dem Ende zu und der Frühling bahnt sich an. Es kommt also wieder die Zeit, die nicht nur die Wiesen, sondern auch die Herzen der Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner erneut aufblühen lässt. Die NÖN hat sich im Bezirk umgehört, welche Arbeiten zu Beginn der Gartensaison anstehen und was es zu beachten gilt.

Für Christina Wiesmann heißt es momentan „zurückschneiden, zurückschneiden, zurückschneiden!“, wie sie erzählt. Die Pfaffstättnerin ist begeisterte Gärtnerin und geht ihrem Hobby seit mehr als 15 Jahren in ihrem 500m² großen naturnahen Wohlfühlgarten nach: „Das Gärtnern ist für mich ein Verbundensein mit dem Boden, mit den Pflanzen, es erdet sehr und gerade zurzeit, in der man viele Gedanken wälzt, hilft mir das. Die körperliche Arbeit tut gut.“
In Wiesmanns Garten gebe es einige Stauden, einjährige Pflanzen ließen sich gar nicht finden. Erstere hätten nämlich auch den Vorteil sehr robust und dadurch nur wenig pflegeintensiv zu sein.

Neben den zahlreichen Stauden stieße man auf einige Obstbäume, einen kleinen Teich und diverse Schatten- sowie Sonnenbeete. Gemüse baue Christina Wiesmann keines an, „das geht sich nicht aus“, meint sie, gebe es schließlich keinen Platz, an dem nicht bereits etwas wächst.

Oberste Maxime lautet: Bunt muss es sein!

Laut dem Pottensteiner ORF-Radio NÖ Gärtner Franz Gabesam ist derzeit alles sehr trocken, gerade in den letzten Wochen regnete es gar nicht, weshalb großzügiges Gießen am Programm stünde. „Die Hecken werden braun, leiden und haben richtig Durst“, so der langjährige Gärtner. Einige Blumen, die bereits jetzt gesetzt werden können, wären Stiefmütterchen, Hornveilchen, Zwiebelgewächse wie Narzissen, Tulpen, Hyazinthen oder auch Ranunkeln. Diese würden nämlich leichten Frost vertragen und die momentan noch kälteren Nächte mühelos überleben.
Wenn man die Konsumentinnen und Konsumenten beobachte, falle Franz Gabesam in puncto Trends vor allem eines auf: Bunt muss es sein! „Ein farbenfroher Garten lenkt auch gut etwas von den derzeitigen globalen Entwicklungen ab, und der Winterblues wird vielleicht hinausgeblasen!“, sagt Gabesam.

Für Markus Dorner, Geschäftsführer der Traiskirchner Gärtnerei Fürmsinn, sei vor allem der Blick auf die Qualität der Erde wichtig: „Man sollte schauen, ob beispielsweise Engerlinge in der Erde leben, diese zerstören schließlich gesetzte Pflanzen.“ Weiters sei der Einsatz guter Dünger und Bodenaktivatoren anzuraten, die Erde sollte man durchlockern, um ihr genügend Sauerstoff zu bieten. Pflanzen wie Primeln oder Violen könnten bereits jetzt eingepflanzt werden, auch wenn es noch teilweise friere. Man müsse die Nachtfröste im Auge behalten, „Violen beispielsweise können derzeit aber schon problemlos gepflanzt werden.“ Der Trend gehe zu veredeltem Gemüse, „dieses ist ertragreicher und resistenter, also auch einfacher in der Handhabung. Die absoluten Klassiker sind hier Cocktailparadeiser und die Salatgurke.“

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