Gastro in der Krise. Über Gastronomie-Pächter Oliver Meier wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Die nächsten Tage sind entscheidend.

Von Philipp Kienzl. Erstellt am 12. August 2014 (06:31)
Für Verpflegung ist weiterhin gesorgt. Das Sanierungsverfahren beeinträchtigt den Betrieb nicht. Foto: Kienzl
NOEN, Kienzl
Es traf die Gemeinde Leobersdorf wie ein Paukenschlag: In der Vorwoche ist über den Pächter der Freibad-Gastronomie, Oliver Meier, überraschend ein Sanierungsverfahren eröffnet worden.

Lokal bleibt fürs Erste weiterhin geöffnet

Fast könnte man es als „Ironie des Schicksals“ bezeichnen – erst kürzlich präsentierte Schwimmbad- und Saunaausschuss-Obmann Johann Zöhling (ÖVP) das neue Gastroticket, das zum kostenlosen Eintritt ins Bad berechtigt (die NÖN berichtete).

„Wir haben nach Bekanntwerden am Freitag sofort eine Krisensitzung einberufen“, schildert Zöhling gegenüber der NÖN. Wichtig: „Das Lokal ist weiterhin geöffnet“, sagt Zöhling.

Meier wurde ein Masseverwalter zur Seite gestellt, der in den nächsten Tagen die Bücher durchforstet und über die Zukunft (mit-)entscheiden wird.

„Jetzt liegt es an Pächter und Masseverwalter“

Gibt er „Grünes Licht“, kann Meier die Geschäfte weiterführen. Der Pferdefuß ist das Wetter, das österreichweit für ein dickes Minus in den Freibädern gesorgt hat. „Die Witterung war nicht ideal. Jetzt liegt es an Pächter und Masseverwalter, ein Konzept auszuarbeiten“, sagt Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft Leobersdorf). „Derzeit spricht nichts für eine Schließung.“

Sollte es aber dazu kommen, wird bereits an einem Plan B gefeilt, heißt es. Bis Redaktionsschluss war der Pächter nicht erreichbar.