Traiskirchen führt „30er Zone“ ein. 30 Euro Direktzahlung an Haushalte als zielgerichtete Unterstützung aller gastronomisch tätigen Betriebe.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:33)
Präsentation der 30er Zone mit Traiskirchner Gastronomen und Heurigenwirten: Lorenz Alphart/Alphart am Mühlbach, Paul Schnecker/s‘Schneckal, Andreas Babler, Clemens Zinnbauer, Günther Kohl/Cafe Arkadia, Martin Pospichal/Imbiss Traieck und Josef Fuchs/Weinbau Fuchs.
Fussi

Die Coronakrise hat vielen Unternehmern Probleme bereitet, vor allem der Gastronomie. Die Verantwortlichen der Stadtgemeinde haben sich sämtliche Förder-Initiativen der Umgebung angeschaut, wie man die Wirtschaft unterstützen kann.

Federführend war Wirtschaftsstadtrat Clemens Zinnbauer. Er weiß, dass die Umsätze trotz der Lockerungen noch nicht so stark sind. Er sah sich diverse Abrechnungssysteme an, bis er auf eine ganz einfache Art der Wirtschaftshilfe kam – die neue „30er Zone“-Gastronomieförderung war geboren. Es handelt sich dabei eine Direktzahlung an alle Traiskirchner Haushalte nach einem einfachen Prinzip.

Die Konsumation kann in allen in Traiskirchen Gastronomiebetrieben erfolgen. Gegen Vorlage der Rechnungen erhalten die Bürger den Betrag von maximal 30 Euro rückerstattet. „Dieses Model erscheint uns am flexibelsten und hat uns mit der einfachen und direktesten Fördermöglichkeit überzeugt“, erklärt Projektinitiator Zinnbauer. „So ist gewährleistet, dass mehrere Gastrobetriebe in den Genuss kommen und der Gutschein nicht nur bei einem Betrieb eingelöst werden muss“.

Die Aktion startet am 10. August und läuft bis 15. Oktober. Mit der langen Laufzeit wurde Rücksicht darauf genommen, dass auch alle Heurigenbetriebe mit ihren diversen Aussteckterminen von der Gutschein-Förderung profitieren können. Übrigens: Wer seinen Gastrogutschein nicht einlösen will, kann die 30 Euro auch spenden. Das Geld kommt dann anderen Covid-19 bedingten Wirtschaftsförderungen zugute, erklärt Zinnbauer. Die Rechnungen können an verschiedenen öffentlichen Auszahlungsstellen im Stadtgebiet von Traiskirchen, in jedem Ortsteil, eingelöst werden.

„Wir lassen niemanden zurück“, laute weiterhin die Devise in Traiskirchen, „vom kleinen Würstelstand, über unsere Kaffeehäuser, Imbissstuben, Heurigen bis zu unseren Wirten. Anspruchsberechtigt sind alle Traiskirchner Haushalte. Die Stadt nimmt dafür 270.000 Euro in die Hand“, erläutert SPÖ-Stadtchef Andreas Babler. Besonders freut ihn, „dass ich vor der Sitzung die Oppositionsparteien eingeladen habe, diese Förderung als gemeinsamen Antrag mit uns miteinzubringen und das dann so auch geschehen ist.“ So ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag sei einmalig in der Stadt Traiskirchen, so Babler, der „ein großes Danke an unseren Stadtrat Clemens Zinnbauer für diese Initiative und für die wochenlangen Vorarbeiten für diese Aktion“ ausspricht.