Wasser wird teurer in Ebreichsdorf

Erstellt am 04. April 2022 | 05:41
Lesezeit: 3 Min
Wasser Wasserverwendung Hände waschen
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/PopTika
Die Anhebung der Wassergebühr und der Wasseranschlussgebühr erzürnt die Opposition. SPÖ verteidigt Schritt als notwendig.
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Die Wassergebühr wurde von 1,65 Euro auf 1,95 Euro pro Kubikmeter erhöht. Bei der Wasseranschlussgebühr wurde der Einheitssatz von 4,80 Euro auf 6,80 Euro angehoben. Dafür stimmten nur die Gemeinderäte der SPÖ und der Grünen. Alle anderen waren dagegen oder enthielten sich.

Bürgerlisten Stadtrat René Weiner kritisiert Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ, der bei der Sitzung wegen einer Erkrankung fehlte und von Vizebürgermeister Johann Zeilinger, SPÖ, vertreten wurde. „Während Kocevar in seinem Hauptberuf als Landesgeschäftsführer der SPÖ plakativ vor der Niederösterreichischen Landesregierung steht und mit Tafeln fordert, die Teuerung zu stoppen, werden in seiner Heimatgemeinde die Wassergebühren angehoben“, sagte Weiner.

„Dass die Gebühren für Wasser/Abwasser immer wieder einmal angepasst werden müssen, ist klar.“

Die ÖVP kritisiert: „Dass die Gebühren für Wasser/Abwasser immer wieder einmal angepasst werden müssen, ist klar. Aber ausgerechnet jetzt, wo viele unter der steigenden Inflation und den rasant steigenden Energiekosten leiden, ist die Verteuerung um fast 20 Prozent unverständlich“, betonen Petra Falk und Bernhard Scharf unisono. NEOS-Mandatar Andreas Goldberg sieht es als „falsches Zeichen, in Zeiten, in denen die Bevölkerung regelrecht gebeutelt wird von Krisen“. Der zuständige Infrastruktur-Stadtrat Markus Gubik, FPÖ, erläutert, „dass wir jedes Jahr vom Land Niederösterreich daran erinnert werden, die Gebühren entsprechend zu erhöhen“. Gubik kennt zwar die Empfehlungen der Landesregierung, „als zuständiger Stadtrat muss ich den Antrag einbringen, das ist meine gesetzliche Verpflichtung. Ich fühle mich aber den Bürgern verpflichtet, daher habe ich mich dabei enthalten“.

Die Grünen zeigen hingegen Verständnis für die Erhöhung. „Der Wasserleitungsverband muss Investitionen tätigen um die Wasserversorgung sicherzustellen, dafür braucht es finanzielle Mittel“, betonte Umweltgemeinderätin Hannelore Krycher. Für Bürgermeister Wolfgang Kocevar war die Entscheidung, die Gebühren zu erhöhen, aber notwendig.

„Das Land Niederösterreich sagt ganz klar, wenn die Gemeinden nicht ihre Gebühren entsprechend anheben, dann kommt es seitens des Landes auch bei Bedarfszuweisungen zu Einschränkungen. Wir haben das jahrelang hinausgeschoben, aber mittlerweile ist der Druck des Landes so groß, dass wir jetzt handeln mussten. Wir haben uns mit diesem Thema monatelang im Ausschuss befasst und sind jetzt trotz Erhöhung noch im Mittelfeld der anderen Gemeinden bei den Preisen“, sagt Kocevar.

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