Tatort- und Messiereiniger: Job mit Geruchsbelästigung

Erstellt am 13. März 2020 | 03:11
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7838141_bad11ed_tatortreiniger.jpg
Tatort- und Messiewohnungs-Reiniger Andreas Karwas mit einem seiner Schutzanzüge.
Foto: Presseagentur Holzinger
Der Berndorfer Tatort- und Messiereiniger Andreas Karwas geht einer eher ungewöhlichen Beschäftigung nach und weiß so einiges Interessantes zu erzählen.
Werbung

Derzeit herrscht Hochbetrieb beim Tatort- und Messiereiniger Andreas Karwas. Er bekämpft sämtliche Arten von Bakterien und Viren, wie etwa auch die aktuellen Coronaviren. Der Firmeninhaber musste sich nach einem Schlaganfall beruflich neu orientieren. Sein Schwiegersohn studierte Jus und durfte im Rahmen seines Studiums bei einer Obduktion dabei sein. Dabei meinte der Pathologe zu den Studenten: „Wollt ihr Geld verdienen, dann müsst ihr Tatortreiniger werden und nicht Anwalt.

So wurde Andreas Karwas auf diesen Beruf aufmerksam und sattelte von seiner damaligen Baufirma, die er 14 Jahre lang betrieb, auf eine Tatort- und Messiereinigungsfirma um. Dazu sagt Karwas: „Der Job ist nicht einfach, aber sehr gefragt. Wir reinigen ja nicht nur Wohnungen von Kranken und Verstorbenen, sondern auch Messiewohnungen.“

Am schlimmsten sei die Geruchsbelästigung und es passierte auch schon „dass wir sogar den Boden aufstemmen mussten, weil Körperflüssigkeiten in Rillen oder Ritzen bis unter die Betonschicht durchdrangen.“ Der Geruch entsteht durch die Ausscheidungen der Bakterien und wird mit Ozon bekämpft. Das erzeugt man dadurch, dass man elektrischen Strom auf Marmorplatten schießt, das 99,99 Prozent aller Viren tötet.

Derzeit sei man auch wegen des Coronavirus im Einsatz. „Die Reinigung einer 50-Quadratmeter Wohnung dauert rund fünf Stunden und kostet 13,50 Euro pro Quadratmeter“, informiert Karwas.

Auf www.ak-tatortreinigung.at kann man sich genau über die Tatort- und Messiereinigung informieren.

Werbung