Gemeinderat Traiskirchen beschließt Bausperre

Erstellt am 14. Juli 2022 | 04:00
Lesezeit: 3 Min
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Leiterin der Nachhaltigkeits-Abteilung Elisa Wrchowszky und Stadträtin Sandra Akranidis-Knotzer mit dem Plan, auf dem die fraglichen Grundstücke, die mit einer Bausperre belegt wurden, zu sehen sind.
Foto: Stadtgemeinde Traiskirchen
Rund 12 Hektar großes Gebiet in drei Stadtteilen am Betriebsgebiet Autobahn-Anschluss betroffen.
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Die Bausperre erstreckt sich über rund 12 Hektar über Teilbereiche der Katastralgemeinden Tribuswinkel, Wienersdorf und Oeynhausen. Damit soll eine vorausschauende Siedlungsentwicklung am Betriebsgebiet Autobahn-Anschluss Traiskirchen sichergestellt werden.

Die zuständige Stadträtin Sandra Akranidis-Knotzer, SPÖ, erklärt: „Bei dem von der Bausperre betroffenen Bereich handelt es sich um gewidmetes, aber derzeit noch gänzlich unbebautes „Bauland-Betriebsgebiet (BB)“ bzw. „Bauland-Industriegebiet (BI)“ an einer siedlungsstrukturell äußerst günstigen Lage unmittelbar am A2-Autobahn-Anschluss Traiskirchen.“

Kleinteilige Grundstücke als Herausforderung

Sie weist darauf hin, dass durch die bestehende, zum Teil äußerst kleinteilige Grundstückskonfiguration eine vorausschauende und etappenweise Entwicklung des betrieblichen Gunststandortes kaum möglich ist. „Die Kleinteiligkeit erschwert die Bebauung und somit die geordnete Siedlungsentwicklung inklusive der Planungen zur Infrastrukturbereitstellung immens.“

Oberstes Ziel sei, eine geordnete Aufschließung sicherzustellen, auch um die Verkehrsbelastung für die drei Stadtteile so gering wie möglich zu halten.

Außerdem könnte eine ungeordnete und rasche Bebauung des gesamten noch unbebauten Bereiches zu Kapazitätsengpässen der Infrastruktureinrichtungen bei Kanal oder Strom, zu hohen Aufwendungen und ökologischen Missständen führen.

Die Stadträtin merkt an: „Ziel der Bausperre ist daher, „geeignete Maßnahmen im Flächenwidmungsplan der Stadtgemeinde Traiskirchen zu verankern, um eine geordnete und etappenweisen Betriebsgebietsentwicklung langfristig ermöglichen und sicherstellen zu können.“ Befindet sich das fragliche Betriebsgebiet ja hinter der Firma ABO, wo ja zuletzt ein Aufschrei durch die Bevölkerung von Oeynhausen wegen der Errichtung des E-Logistikzentrums der Firma DLH ging.

DLH-Geschäftsführer Christian Vogt sieht die Probleme ausgeräumt: „Wir haben bereits die Verhandlung mit den Anrainern und der Bezirkshauptmannschaft gehabt, die sogenannte Beweisaufnahme ist abgeschlossen. Mitte September soll das Objekt fertig sein und der Hauptmieterin, der Firma Schrack, übergeben werden.“ Dass es so lange gedauert habe, alle erforderlichen Gutachten beizubringen, lässt Vogt so nicht gelten.

„Alle Gutachten erstellen zu lassen und sie vom Sachverständigen der Bezirkshauptmannschaft überprüfen zu lassen ist ein Riesenaufwand, weil die amtlichen Sachverständigen in Zeiten wie diesen auch nicht immer greifbar waren.“

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