Leobersdorf: Bücher haben neues Zuhause

Erstellt am 12. Februar 2022 | 05:16
Lesezeit: 2 Min
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Elfriede Meixner, Irene Schmid, Eva Ullreich und Sabine Stapleton halten den Bücherflohmarkt am Laufen.
Foto: Jurczek
Vereinsobfrau Eva Ullreich und ihre Bücherflöhe übersiedelten 40.000 Bücher.
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Der Bücherflohmarkt im ehemaligen Enzesfelder Schuhgeschäft Prantl musste aus familiären Gründen aufgelöst werden. Es fand sich schnell eine neue Location für die vielen heimatlosen Bücher, allerdings nicht in Enzesfeld, sondern in Leobersdorf. Die Mutter von Vereinsobfrau Eva Ullreich ist Eigentümerin des Hauses, wo die Bücher jetzt barrierefrei zugänglich eine neue Heimat fanden. Am 18. Dezember des Vorjahres begann die Übersiedelung der Werke, am Freitag, 4. Februar, öffnete der Bücherflohmarkt erstmals offiziell die Pforten. Die viele Arbeit hat sich ausgezahlt, „Es waren sehr viele Besucher. Wir sind sehr glücklich über das gelungene Eröffnungswochenende!“ berichtet Eva Ullreich.

Die Renovierungsarbeiten wurden kreativ und ohne großen Ressourcen durchgeführt. Die Mitglieder des Vereins verwendeten alte Regalböden, alte Wohnzimmerschränke, übrig gebliebene Wandfarbe und Geschenktes. Über 40 freiwillige Helfer beteiligten sich an diesem Projekt und erschufen aus einem alten, sanierungsbedürftigen Haus eine Bücherlandschaft. Das Gebäude besteht schon viele Jahre und war früher eine Bäckerei, ein Kaufhaus und Büro des Hilfswerks.

Das neue Verkaufslokal ist kleiner als der vorherige Standort in Enzesfeld, aber keinesfalls weniger interessant. Die Bücher sind alle geordnet und beschriftet, wie in einer Buchhandlung.  Wer denkt, dass ein Bücherflohmarkt für ältere Leute ist, der irrt sich. Es gibt eine „Kinderstube“ – früher war dieser Raum das Büro des Hilfswerks. In diesem Zimmer finden ausschließlich Kinderbücher ihren Platz und laden den Nachwuchs zum Stöbern ein. Mit Bedacht ausgewählte und themeninteressante Bücher finden Lesebegeisterte im Bestsellerregal. Vereinsobfrau Eva Ullreich erklärt: „Diese Bücher haben wir als besonders interessant ausgewählt und denken, dass sie nach dem ersten Wochenende ausverkauft sind.“ Doch keine Sorge, viele Bücher werden am 1. Eröffnungswochenende gespendet und finden sich auf Schmökertischen und im wiederbefüllten Bestsellerregal wieder.

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