Traiskirchens Stadtchef freut sich über "Rekordbudget". Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) zeigt sich mit dem Voranschlag für 2019 hochzufrieden. Auch die Grünen werden zustimmen, die FPÖ berät erst über das Zahlenwerk.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 12. Dezember 2018 (14:24)
Philipp Grabner
Bürgermeister Andreas Babler (mittig) mit Stadtamtsleiter Alfons Klebl und dem Leiter der Finanzverwaltung, Gernot Kutusow.

Nicht nur als Bürgermeister, sondern vor allem in seiner Funktion als Finanzreferent präsentierte Andreas Babler (SPÖ) vor Medienvertretern das Budget für das kommende Jahr. In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres wird dieses den Mandataren zur Abstimmung vorgelegt.
Ein Termin für die Sitzung steht noch nicht fest. 

Bürgermeister lobt Voranschlag 2019

Philipp Grabner
Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) präsentierte das Budget vor Medienvertretern.

Babler ist voll des Lobes über das Zahlenwerk, zeigt sich mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“, wie er erklärt. Zudem handle es sich um ein „Rekordbudget“, was die Summen betreffe. So wird der Ordentliche Haushalt mit 48.627.800 Euro beziffert, im Außerordentlichen Haushalt sind es 15.874.800 Euro.

In Letzterem sind neben vielen weiteren Projekten 5,5 Millionen Euro für die Neugestaltung des Stadtzentrums geplant, wie Bürgermeister Babler darlegt: „Unsere Mall soll optisch völlig neu gestaltet werden.“ Im Gegensatz zum Trend des „Innenstadtsterbens“ in anderen Kommunen schaffe Traiskirchen es, Betriebe im Stadtkern zu halten. „Wohl auch wegen der guten Mischung aus Dienstleistungsbetrieben, Ärzteordinationen oder Nischengeschäften“, ist Babler überzeugt.

Wichtig ist ihm, dass dabei alle eingebunden werden: „Sowohl Geschäftstreibende, als auch die Jugend und Pensionisten“, so Babler. Direkte Vorgespräche mit der Opposition gebe es nicht, so Babler, doch werden vor der Erstellung des Budgets alle Ressortverantwortlichen aufs Rathaus gebeten, wo sie ihre Wünsche deponieren können. "Und natürlich befasst sich der Prüfungsausschuss intensiv mit dem Voranschlag", so Babler auf entsprechende NÖN-Nachfrage.

Reaktionen auf das Budget 2019

  • Grüne: Lob für das Budget kommt von der Obfrau des Prüfungsausschusses, Gisela Vitek (Grüne): "Nachdem ich mich intensiv mit dem Voranschlag auseinandergesetzt habe und meine Fragen dazu im Ausschuss beantwortet wurden, stimme ich dem Budget zu. Besonders erwähnenswert sind die längerfristige Planung über Generationen hinweg, der Umweltgedanke, der soziale Aspekt - und trotzdem wird auch noch gespart. Ermöglicht wird das sicherlich auch durch die Einnahmen bei der Kommunalsteuer, das heißt, dass Traiskirchen attraktiv für Betriebsansiedlungen und somit Arbeitsplätze ist."
  • FPÖ: Bei der FPÖ Traiskirchen gibt man sich noch zurückhaltend, was das Abstimmungsverhalten betrifft. In der kommenden Fraktionssitzung werde das Budget diskutiert, erst dann gebe es eine Entscheidung. Grundsätzlich aber fehle "ein gemeinsames Zusammenarbeiten zwischen Bürgermeister und Opposition" bemängelt FPÖ-Stadtparteiobmann Anton Lojowski. Auch wünscht sich seine Fraktion mehr Transparenz, etwa bei Förderungen und Subventionen.