Alland fordert nun „Lärm-Achtziger“. Die Sitzung des Ortsparlaments fand wegen der Corona-Abstandsregelungen diesmal im Gemeindesaal statt.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:30)
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Die Gemeinderatssitzung vorigen Dienstag wurde in ungewohnter Atmosphäre, aber dennoch – wider Erwarten – sehr sachlich geführt.

Der Rechnungsabschluss wurde mit folgenden Eckdaten genehmigt: der Überschuss im ordentlichen Haushalt beträgt 17.000 Euro, der Überschuss des außerordentlichen Haushalts (unter Berücksichtigung der am Dienstag eingetroffenen Fördermittel für das Projekt Bauhof) beträgt rund 21.000 Euro und es gelang eine Reduktion des Schuldenstandes im Jahr 2019 um rund 348.000 Euro.

Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Dazu sagt Bürgermeister Ludwig Köck (ÖVP): „Dies ist ein Zeichen der guten Zusammenarbeit im Allander Gemeinderat zum Wohle unserer schönen Gemeinde.“

Ein von Erwin Dollensky (Liste ALL) eingebrachter Dringlichkeitsantrag für ein Lärmschutz-Tempolimit auf der A21 wurde einstimmig auf die Tagesordnung aufgenommen. Der genaue Text wird noch gemeinsam ausformuliert und danach der Asfinag übermittelt.

Begründet wird der Antrag eines Tempolimits von 80 Stundenkilometern damit, dass es seit 2007 Anstrengungen gäbe, eine deutliche Reduzierung der Lärmbelastung zu erwirken. Doch seit 13 Jahren werde die Gemeinde zwischen Bund, Land und Asfinag im Kreis geschickt.

Die Ergebnisse einer umfassenden lärmtechnischen Untersuchung hätten im Sommer 2019 von der Asfinag präsentiert werden sollen, doch diese Zusage wurden nicht eingehalten.

Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sei nun zu befürchten, dass Investitionen in ein Lärmschutzprojekt auf Jahre verschoben werden, weshalb man nun den „80er“ fordere.

Asfinag: Mitfinanzierung der Gemeinde erforderlich

Laut Asfinag wurde für die Umsetzung des Lärmschutzes Alland im Bereich der Anschlussstelle Mayerling  im Herbst 2019 eine umfangreiche Detaillärmschutzuntersuchung erstellt. In Abstimmung mit der Gemeinde Alland wurden dabei verschiedenste Varianten auf ihre Wirksamkeit überprüft.

"In den durchgeführten Projektbesprechungen wurde bereits bekanntgegeben, dass gemäß den Vorgaben hinsichtlich Wirtschaftlichkeit eine Mitfinanzierung seitens der Gemeinde erforderlich sein wird", lässt die Asfinag ausrichten. Die endgültige Präsentation bzw. Bekanntgabe der Höhe der Mitfinanzierung könne nach  Konstituierung des neuen Gemeinderates und der nunmehrigen Lockerung der Maßnahmen in Zusammenhang mit Covid 19 im Juni durchgeführt werden, heißt es weiters.