Streit um Kosten für Pfarrgasse-Facelifting. Opposition hinterfragt 170.000 Euro für die Umgestaltung in Pfarrgasse und will andere Prioritätensetzung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 11. April 2019 (18:12)
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Die Pfarrgasse in einer attraktiven Aufnahme. Die Stadtgemeinde will den Abschnitt der Innenstadt jetzt noch mehr attraktivieren.
Tourismus Baden/

Mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, Neos und Gemeinderätin Heidi Dobner (ohne Fraktion) beschloss der Gemeinderat Gestaltungsmaßnahmen im Bereich Pfarrgasse zum Gesamtpreis von 170.000 Euro. Aufseiten der Opposition sorgte der Punkt allerdings für gehörigen Unmut.

Gemeinderat Wolfgang Pristou (ohne Fraktion) kann den verbesserten Zugang zu den Geschäften nicht nachvollziehen. Das Geld solle lieber in Straßensanierungen, etwa in der Radetzkystraße gesteckt werden. Das Pflaster in der Pfarrgasse sei tadellos – „und das reißen wir raus?“, fragte er sich. Ebenso hinterfragte „wir badener“- Stadträtin Christine Witty die Verhältnismäßigkeit.

„Baden hat es nicht nötig, dass die Straßenzüge in derartigem Zustand sind“

Denn dringlich sei die weitere Sanierung von Straßen: „Baden hat es nicht nötig, dass die Straßenzüge in derartigem Zustand sind.“ Sie folgerte daher: „Prioritätensetzung ist nicht die Stärke diese Stadtregierung. Verschönerung ja, aber nicht um den Preis.“ Die Bürgerliste enthielt sich daher. Gegen die Gestaltungsmaßnahmen stimmte die SPÖ. „Ich verstehe nicht, wieso so viel Geld für so wenig Straße ausgegeben wird“, sagte Stadtrat Markus Riedmayer. Daher: „Wir Sozialdemokraten gehen da nicht mit.“

VP-Stadtrat Rudi Gehrer entgegnete, mal wolle keinen Fleckerlteppich und ein gutes Pflaster koste eben Geld. „Ich denke, dass die Maßnahmen gut angenommen werden.“ Dass beim Straßenbau zuwenig Mittel zur Verfügung stünden, bedaure er, man müsse sich „nach der Decke strecken.“