"Finanzspritze" für den Advent in Baden. Adventmeile in Baden wird erneuert. Nachhaltige Ressourcennutzung steht im Zentrum.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 04. Juni 2019 (04:14)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Eröffnung Adventmeile Baden
Erich Wellenhofer

Der Gemeinderat gab der Erneuerung des Badener Advents seine Zustimmung – zu Gesamtkosten von rund 512.500 Euro. Geplant ist, den Advent in Baden sicht- und spürbar zu erneuern, nachhaltig zu gestalten und durch spezielle Highlights zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen.

„Ich bin sehr froh, dass wir nun den Ankauf neuer Hütten ausschreiben, die ihre doch sehr desolaten Vorgänger ersetzten werden. Wir werden diese Anschaffung in drei Phasen abwickeln, sodass sich das gesamte Adventdorf bis 2021 völlig neu präsentieren wird“, sagte VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek.

„Auch das richtige Licht trägt wesentlich dazu bei, eine gewisse Stimmung zu vermitteln“, weiß NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber. „Daher werden wir diese Komponente beim Relaunch des Badener Advents ebenfalls berücksichtigen“.

„Auch das richtige Licht trägt wesentlich dazu bei, eine gewisse Stimmung zu vermitteln“

Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) betonte, dass das Thema Nachhaltigkeit künftig eine führende Rolle spielen wird: „Wiederverwertbare Keramik-Häferl, kombiniert mit einem Spülservice verbannen unnötigen Plastikmüll und sorgen für ein nettes Badener Mitbringsel.“

Dass der Badener Advent erneuert gehört, darüber waren sich die Gemeinderäte einig. „wir badener Stadträtin Christine Witty hinterfragte nur, „warum erst jetzt?“ Denn schon lange sei der Badener Advent „zur Bedeutungslosigkeit geworden“.

Markus Riedmayer (SPÖ) erwarte sich, dass der Josefsplatz im Advent wiederbelebt werde. Witty fragte auch, ob die Anschaffung von Keramik-Häferl statt der bisherigen Styroporbecher mit den Badener Serviceclubs, die ja viele der Adventhütten betreiben, abgesprochen sei. „Nicht, dass wir um 30.000 Euro Häferl ankaufen und die Betreiber legen sich quer.“

„Nicht, dass wir um 30.000 Euro Häferl ankaufen und die Betreiber legen sich quer.“

Daraufhin entgegneten sowohl Martin Weißenböck (Grüne) als auch Hofer-Gruber, dass es sich jetzt um einen Grundatzbeschluss handle, ein Rahmen, „der erst Dinge ermöglicht, voranzutreiben“. Szirucsek erklärte, man habe erste Gespräche geführt. Laut dem parteifreien Gemeinderat Wolfgang Pristou seien die Serviceclubs „so verantwortungsbewusst, dass sie nicht dagegen sein werden.“ Wer nicht wolle, müsse sich dann eben selbst um die Entsorgung kümmern, meinte er.

Wittys Abänderungsantrag, den Sachverhalt ohne Keramikhäferl zu beschließen und diese gesondert, fand keine Mehrheit. Der Hauptantrag wurde bis auf eine Enthaltung von Wolfgang Trenner („wir badener“) einstimmig abgesegnet.

Umfrage beendet

  • Keramikhäferl statt Pappbecher beim Badener Advent?