Leobersdorf: Mandatsverzicht von Bosch ist amtlich. LZL-Gründer Anton Bosch verzichtet auf sein Mandat. Er wird stattdessen in Unterstützerrolle für den Gemeinderat tätig sein.

Von David Steiner. Erstellt am 13. Juni 2020 (05:12)
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Amtsverzicht Bosch
Leobersdorfs ehemaliger Bürgermeister Anton Bosch.
AURA/ARED

Wie die Marktgemeinde vorigen Mittwoch kundmachte, verzichtet Ex-Bürgermeister Anton Bosch, Liste Zukunft Leobersdorf (LZL), auf sein Mandat im Gemeinderat. Als Ersatzmitglied wird Michael Kotasek einberufen.

Im NÖN-Gespräch erklärte der Listengründer, er habe sich mit Bürgermeister Andreas Ramharter (LZL) auf Unterstützungsleistungen verständigt, die er für den Gemeinderat und in die Ausschüsse erbringen kann, ohne sein Mandat auszuüben. „Es gibt mehrere Projekte zur Dorferneuerung und Sanierungsarbeiten, bei denen ich meine Fachkompetenz einbringen werde. Besonders am Herzen liegt mir der gemeindeeigene Wohnbau. Hier sollen weitere Angebote für die Leobersdorfer geschaffen werden.“

Bei der Gemeinderatswahl Ende Jänner kandidierte Altbürgermeister Bosch erstmals wieder nach einer mehrjährigen Polit-Pause. Mit der Rückkehr ihres Gründers hatte die LZL einen prominenten Wahlwerber an Bord. Bosch kündigte an, die Liste mit seiner langjährigen Erfahrung im Wohn- und Straßenbau mehr unterstützen zu wollen.

Auf dem LZL-Wahlvorschlag war er jenseits der ersten zwanzig Kandidaten gereiht. Nach einem erfolgreichen Vorzugsstimmenwahlkampf rückte er auf einen Mandatsrang vor. Auch nach der Wahl bekräftigte er, sich in Leobersdorf wieder mehr einbringen zu wollen. Offen blieb bis zuletzt jedoch, ob Bosch, der fast zwei Jahrzehnte als Bürgermeister amtierte, wieder als Gemeinderat tätig sein würde.