Baden wird Sitz von „Great Spa“-Verein

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
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Einzig die NEOS (im Bild Helmut Hofer-Gruber) stimmten nicht für den Vereinsbeschluss.
Foto: Fussi
Bis auf die NEOS stimmen alle Fraktionen für Beitritt zum Verein „The Great Spa Towns of Europe“.
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Mit nur zwei Gegenstimmen der NEOS wurde in der Gemeinderatssitzung die Gründung eines Vereins mit dem Namen „The Great Spa Towns of Europe“ (Arbeitstitel) und der Beitritt der Stadt dazu beschlossen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag Badens soll derzeit 10.800 Euro pro Jahr betragen. Sitz des Vereins wird Baden sein. Das Gründungsdokument soll bei der nächsten Tagung der Bürgermeister Steuerungsgruppe Mitte Februar 2022 unterzeichnet werden.

Der zuständige Stadtrat Hans Hornyik, ÖVP, begrüßte die Entscheidung, „da eine derartige verstärkte internationale Zusammenarbeit im Interesse der Stadtgemeinde Baden gelegen“ sei. Denn bisher erfolgte die Zusammenarbeit jener Städte, die Teil des unter der Bezeichnung „Great Spa Towns of Europe“ anerkannten Weltkulturerbes sind, in Form bloßer Arbeitsgruppen.

Aufgrund der Anerkennung als Weltkulturerbe sei geplant, die Zusammenarbeit als Verein fortzuführen. Konkret soll ein internationales Netzwerk der beteiligten Kurstädte zum gemeinsamen Management des Welterbes gebildet werden. „Neben dieser Kernaufgabe sollen unter anderem gemeinsame Tourismusstrategien umgesetzt und die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstädten auch in den Bereichen Bildung und Forschung gestärkt werden“, schilderte Hornyik. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren bestellt. Auch ein Schiedsgericht ist vorgesehen.

Seitens der NEOS betonte Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber, dem Umgang mit Steuergeld verpflichtet zu sein. Er würde gerne wissen, was man daraus mache und frage sich, was es koste und bringe. Die Kosten würde man nur „in Form der Salamitaktik“ erfahren. Er würde sich hier „mehr Klarheit wünschen.“ Zum Thema, was es bringe, verwies Hornyik auf die Zuschüsse, die im Voranschlag enthalten seien. Und er betone, Welterbe „ist das, was wir daraus machen. Wenn wir nichts daraus machen, sind wir selbst daran Schuld.“ Aber alle wollen, dass Baden weiter prosperiere.

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