Derinyol als Retter der Ebreichsdorfer SPÖ. Salih Derinyol bewahrte Ebreichsdorfer SPÖ vor einer empfindlichen Pleite. Nur so wurden die 16 Mandate gehalten.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 06. Februar 2020 (03:09)
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Ohne Salih Derinyol wäre die SPÖ auf 13 Mandate zurückgefallen.
Thomas Lenger

Nach der Gemeinderatswahl bleibt es weiter spannend, denn die SPÖ von Bürgermeister Wolfgang Kocevar konnte zwar ihre 16 Mandate halten, aber die von vielen erwartete absolute Mehrheit wurde es nicht. Also braucht man einen Koalitionspartner.

Das Ergebnis der Vorzugsstimmenauszählung zeigte, wie wichtig der politische Schachzug Kocevars war, als er zwei Monate zuvor den damaligen Bürgerlistenstadtrat Salih Derinyol zur SPÖ holte. Denn Derinyol erhielt 398 Vorzugsstimmen und rettete so das Ergebnis der SPÖ, denn sonst hätte man nur noch 13 Mandate. Die Bürgerliste hält nur mehr fünf Mandate. Nur 86 Vorzugsstimmen mehr als Derinyol konnte Spitzenkandidat Wolfgang Kocevar für sich verbuchen.

130 Vorzugsstimmen holte SPÖ-Stadtrat und Gemeindearzt Enver Cevik. Vize Johann Zeilinger erreichte 93 Vorzugsstimmen. Bei der Bürgerliste erhielt mit 61 Vorzugsstimmen Stadtrat Josef Rubin das Maximum, vor Josef Pilz (57) und Spitzenkandidat René Weiner (56).

Bei der ÖVP (fünf Mandate) holt sich Stadtrat Engelbert Hörhan mit 62 Vorzugsstimmen vor Spitzenkandidat Heinrich Humer (51) und Bernhard Scharf (47) den ersten Platz. Bei der FPÖ (vier Mandate) liegt Lisa Gubik mit 42 Vorzugsstimmen vor Stadtrat Markus Gubik (39) und Walter Mozelt mit elf Vorzugsstimmen.

Für die Grünen (zwei Mandate) holte Josef Ahorn mit 23, vor Birgit Jung mit 22 und der Spitzenkandidatin Maria Theresia Melchior mit 16 Vorzugsstimmen die meisten. Neos Spitzenkandidat Andreas Goldberg erreichte 15 Vorzugsstimmen und ein Mandat.