Statt Wahlgeschenke gibt es Geldregen für Vereine. Badener Volkspartei verzichtet auf herkömmliche Werbemittel und spendet stattdessen das Geld an Vereine aus Baden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:05)
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Mit einem neuen Ansatz geht die Volkspartei Baden in den Gemeinderatswahlkampf. Sie verzichtet auf herkömmliche Wahlgeschenke.

„Andere reden von Nachhaltigkeit, wir leben sie. In Zeiten des Klimawandels ist uns allen bewusst, dass wir neue Wege gehen müssen. Wer modern denkt, muss auch den Mut haben verantwortungsvoll zu handeln“, erläutert VP-Bürgermeister und Spitzenkandidat Stefan Szirucsek seine Initiative.

„Wir spenden den Betrag, der für Wahlgeschenke ausgegeben wird, stattdessen an Vereine“, ergänzt Szirucsek. „Wir wollen die Menschen für unsere Vision einer lebenswerten Stadt gewinnen. Dazu ist es nicht notwendig, ihnen billiges Klumpert zu schenken. Lediglich eine kleine Menge an Baumwolltaschen wird bei persönlichen Hausbesuchen eingesetzt und mit Foldern und Plakaten werden wir unsere Vision an die Bürger bringen“, konkretisiert er.

15 karitative Vereine erhalten je 600 Euro

„Das Geld, das wir normalerweise für Kugelschreiber, Zuckerl und Co. ausgegeben haben, ist besser bei Vereinen und Initiativen aufgehoben, die zum Wohle der Stadt arbeiten“, sagt der Bürgermeister: „So tragen wir nicht nur dazu bei, dass Ressourcen geschont werden, sondern unterstützen auch jene, die sich für die Gemeinschaft einsetzen und unsere Stadt mitgestalten. Der Budgetposten für Werbegeschenke wird daher unter 15 Vereinen aufgeteilt, die jeweils 600 Euro erhalten.“

Badener entscheiden, wer eine Spende erhält

„Bei der Entscheidung, welche 15 Vereine die Spenden erhalten sollen, wollen wir die Badenerinnen und Badener einbinden“, ergänzt Szirucsek: „Über unsere Webseite kann man Vereine nominieren. Jene Vereine, die bis 24. Jänner am öftesten nominiert wurden, erhalten die Spenden“, erklärt er.