Traiskirchner FPÖ präsentierte ihre Kandidaten. Stadtparteichef Anton Lojowski und sein Stellvertreter Thomas Felbermayer stellten vor Medienvertretern im Cafe "Arkadia" ihr Team für die Gemeinderatswahl 2020 vor.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 03. Dezember 2019 (12:37)
Thomas Felbermayer und Anton Lojowski wollen die derzeit fünf Mandate im Gemeinderat halten.
Philipp Grabner

NÖN-Leser wussten es zuerst: Die Traiskirchner FPÖ zieht bei der kommenden Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2020 mit einer Doppelspitze ins Rennen. An erster Position kandidiert erneut Stadtparteiobmann und Stadtrat Anton Lojowski, sein neuer Stellvertreter Thomas Felbermayer nimmt den zweiten Platz ein. Letzterer folgt damit auf Klubobmann Reinhard Langthaler, der sich ganz seiner Funktion bei der „Freiheitlichen Wirtschaft“ widmen will, die NÖN berichtete.

Amtierende Gemeinderäte hinter neuer Doppelspitze

Hinter den beiden Erstgereihten stehen zum Teil bekannte Namen: Auf Rang drei soll Gemeinderat Herbert Schöberl antreten, auf Platz vier Gemeinderat Günter Heil. Auf dem fünften Platz findet sich mit Jürgen Kranzl ein neues Gesicht. „Uns war es wichtig, die Kandidatenliste gut durchzumischen: Pensionisten, Arbeiter, Angestellte – alle Schichten sollen vertreten sein“, so Stadtparteiobmann-Stellvertreter Felbermayer.

Auf den weiteren Rängen finden sich unter anderem Marco Safrany aus Möllersdorf, Thomas Reichl aus Tribuswinkel, Susanne Ebner aus Oeynhausen, Harald Hauptmann, Thomas Heinisch, Andre Junghofer, Elisabeth Silianoff oder Andrea Pichler-Coreth. Insgesamt sind es 27 Personen, „wobei es ab Platz sechs bei der Reihung noch zu kleinen Veränderungen kommen kann“, so Stadtparteichef Lojowski.

50. Dringlichkeitsantrag bei nächster Gemeinderatssitzung

Dass die FPÖ als Oppositionspartei mit aktuell fünf Mandataren durchaus etwas bewegen könne, zeige die Anzahl der bereits eingebrachten Dringlichkeitsanträge: „Bei der kommenden Sitzung werden wir unseren bereits 50. Dringlichkeitsantrag in dieser Legislaturperiode einbringen. Wir sehen auch, dass sehr viele Ideen von uns später umgesetzt werden“, so Anton Lojowski. Ein Beispiel dafür sei etwa die Neugestaltung der „Arkadia“. 

Thematisch will man sich neben der Kontrolle der regierenden SPÖ auch der Förderung der Lebensqualität und dem Themenbereich „Heimatverbundenheit“ widmen. Aber auch die Bereiche Umwelt und Klima würden breiten Raum einnehmen, so Lojowski: „Mir ist beispielsweise viel zu wenig Grün in der Stadt – es fehlt an Parks“, bemängelt er. Und ganz allgemein betont er: „Wir sind nicht die böse Opposition, die nur kritisiert, wir sind auch bereit, uns an einen Tisch zu setzen und im Sinne der Demokratie über alles zu reden“, so Felbermayer. 

Mehr Transparenz gefordert

Einmal mehr will man an die Stadtregierung appellieren, bei Subventionen oder Förderungen auf mehr Transparenz zu setzen. „Etwa beim ,Garten der Begegnung‘, der an sich ja eine sehr gute Sache ist und ein Projekt, das wir begrüßen.“ Eine detaillierte Information bei Subventionen ab 5.000 Euro, wohin das Geld fließt, sei daher eine „gute Sache“, sind die Freiheitlichen überzeugt. Ziel sei es, auch angesichts der aktuellen Verfassung der Bundespartei, die derzeitigen fünf Mandate zu halten, betonen Lojowski und Felbermayer.