Europa stand im Zentrum. Veranstaltung in Neuhaus: „Was kann die EU für die Regionen tun?“

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 11. April 2019 (03:04)
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Studentin Corinna Mayer.
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Am Triestingtaler Gemeindetag ging es um unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven zum Thema „Europa“. Rund 160 Besucher folgten der Einladung der „Leader-Region Triestingtal“ in den Glassalon.

„Europa ist nicht nur ein Friedensprojekt, sondern auch ein Garant für wirtschaftlichen Wohlstand“ betonte Dietmar Müller von der Berndorf AG in seinem Eröffnungsreferat.

Welche Vorteile für Bildung, Arbeit und Alltag die vier Grundfreiheiten der EU bringen, zeigten Triestingtal-Bewohner aus verschiedenen Generationen: „Das Bildungsprogramm Erasmus bietet für Studenten wirklich eine tolle Möglichkeit, ein Praktikum in einem anderen Land zu absolvieren und eine andere Sprache zu erlernen“, erzählte die 21-jährige Studentin Corinna Mayer aus Leobersdorf.

„Europa ist eine große Errungenschaft, denn wir leben in Demokratie und Freiheit. Ich musste als Kind das große Gegenteil erleben. Meine große Bitte an die Jugend ist daher, vom Wahlrecht gebrauch zu machen“, betonte eine Pensionistin.

Wie können Regionen gefördert werden?

Zu guter Letzt gab es ein Podiumsgespräch darüber, wie die EU-Regionen, wie etwa das Triestingtal, gefördert werden können. Peter Kaltenegger von der Generaldirektion der Europäischen Kommission verwies auf die Erfolgsgeschichte des europäischen Förderprogramms „Leader“:

„Es ist der Europäischen Union wichtig, dass in den Regionen bestimmt wird, welche Projekte für die dort lebenden Menschen die größte Bedeutung haben“. VP-Landtagsabgeordneter Josef Balber erläuterte, wie durch Leader-Förderungen im Triestingtal gute Initiativen unterstützt werden können. Als Beispiele nannte er die Sanierung der Burg Neuhaus oder die Förderung der Direktvermarktung. Das Europamotto „vereint in Vielfalt“ könne daher auch auf das Triestingtal umgelegt werden.

„Soziale Projekte haben besondere Bedeutung für uns, insbesondere im Jugendbereich. So kann über Leader das Projekt Jugenddialog der Jugendinitiative Triestingtal umgesetzt werden“, informierte die SP-Landtagsabgeordnete Karin Scheele.

Zum Abschluss der Veranstaltung sangen die Schüler der 3A von der Musikmittelschule Weissenbach feierlich die Europahymne, zu der sich alle im Saal erhoben.

Mehr Fotos vom Gemeindetag sehen Sie in der aktuellen Printausgabe der Badener NÖN.