FPÖ fordert Notfallplan. Nach Vorfall mit Hilfsbedürftiger hinterfragt FPÖ Sicherheitskonzept. Veranstalter überlegt nun künftige Lösung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 02. Oktober 2019 (03:59)
Peter Doppler, Peter Gerstner, Karin Widhalm und René Hansy mit ihrem Dringlichkeitsantrag.
Peter Doppler, Peter Gerstner, Susi Widhalm und René Hansy mit ihrem Dringlichkeitsantrag. Fussi

Auf Defizite in der Notfallversorgung bei der Genussmeile weist die FPÖ hin. Am Sonntag, 15. September habe laut Gemeinderat Peter Doppler eine ältere Dame einen leichten Herzinfarkt erlitten. „Die zur Hilfe gerufenen Sanitäter benötigten allerdings fast eine Stunde, um die richtige Hütte zu finden, da ihnen der genaue Standort nicht bekannt war“, berichtet er.

„Muss erst etwas passieren, bis die Verantwortlichen reagieren?“

Nachdem die Genussmeile zuletzt von 50.000 Besuchern besucht wurde, sei ein entsprechendes Sicherheitskonzept nötig. In Dringlichkeitsanträgen in Baden und Bad Vöslau wurden die teilnehmenden Gemeinden und der Veranstalter ersucht, einen Notfallplan zu erstellen.

Der Antrag fand keine Mehrheit. Als Begründung wurde angegeben, dass es keine Dringlichkeit habe, da die nächste Meile erst in einem Jahr stattfinde. „Muss erst etwas passieren, bis die Verantwortlichen reagieren?“, fragt sich FPÖ-Bezirkschef Peter Gerstner.

Veranstalter ist die Wienerwald Tourismus Gmbh. Geschäftsführer Christoph Vielhaber erklärt, dem Fall nachgehen zu wollen. Für nächstes Jahr denke man darüber nach, wie die Rettung schneller zufahren könne. „Das Wohlergehen der Besucher ist das Wichtigste“, sagt Vielhaber. Bei der Nachbesprechung im November werde das Thema behandelt. Vielhaber wundert sich nur, dass die FPÖ ihn nicht direkt kontaktiert habe, sondern den Umweg über den Gemeinderat wählte.

Seitens des Roten Kreuzes Baden wolle man dem Vorfall ebenso nachgehen, erklärt Leiter Gernot Grünwald. Über einen Notfallplan nachzudenken, habe seine Berichtigung. Die Behörde müsste das Rote Kreuz mit der sanitätsdienstlichen Versorgung beauftragen, das sei allerdings „eine Frage des Geldes“, fügt er hinzu.