Messerattacken in Baden: Prozess am 30. September

Erstellt am 07. September 2020 | 09:54
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Landesgericht Kreisgericht Gericht Wiener Wr. Neustadt Symbolbild
Foto: Onsemeliot/wikimedia
Nach mehreren nächtlichen Messerattacken im Mai in Baden muss sich ein 19-Jähriger am 30. September in Wiener Neustadt vor Gericht verantworten.
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Dem in Prag geborenen österreichischen Staatsbürger wird nach Angaben seines Verteidigers Wolfgang Blaschitz unter anderem absichtliche schwere Körperverletzung vorgeworfen. Ermittelt worden war in dem Fall auch wegen versuchten Mordes.

Der Beschuldigte hatte in der Nacht auf den 21. Mai sechs Personen attackiert. Die Opfer waren 16 bis 63 Jahre alt. Verübt haben soll der junge Mann die Attacken mit einem dolchartigen Ringmesser mit rund fünf Zentimetern Klingenlänge. Die Angegriffenen erlitten Schnittwunden an den Händen, im Gesicht sowie am Rücken. Als Motiv gilt Eifersucht, eine der Verletzten war laut Anklageschrift die Freundin des 19-Jährigen.

Der österreichische Staatsbürger hatte zum Tatzeitpunkt 2,3 Promille Alkohol im Blut, weiters soll er davor u.a. Schmerzmittel zu sich genommen haben. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge gilt der Mann als zurechnungsfähig. Hinsichtlich des Ablaufs der Attacken dürfte der 19-Jährige jedoch Erinnerungslücken aufweisen. Er habe zur Wahrheitsfindung nicht wesentlich beitragen können, befand die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.

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