Baden: Im Spital gezündelt

Verwirrter Mann sorgte im Landesklinikum Baden für einen Brandalarm. Betreuerin fand brennende Tür und viel Rauch vor.

Erstellt am 03. Dezember 2020 | 03:33
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Nur knapp entging das Badener Spital Ende August einer Brandkatastrophe.
Foto: Landesklinikum

Eine bedingte Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde für einen 41-jährigen Mann am Landesgericht beschlossen. Er hat am 27. August in seinem Zimmer auf der Psychiatrie im Landesklinikum Baden ein Feuer gelegt. Der Mann leidet an Schizophrenie und ist damit für seine Tat nicht verantwortlich.

Er erzählte vor Gericht, dass er an diesem Tag sehr depressiv erwacht sei. Er habe Möbel aus dem Fenster geworfen und sich dann selbst in der Psychiatrie eingewiesen. Laut einer Mitarbeiterin des Spitals war der 41-Jährige beim Abendessen noch ganz normal, wurde dann aber später als abgängig gemeldet. Der Mann erklärte, dass er einen Freund besucht und viel Alkohol konsumiert habe. Er kam etwa um 4 Uhr früh zurück ins Spital und dann „habe ich mein Badetuch mit einem Feuerzeug angezündet“. Dieses dürfte an der Tür gehangen sein, denn die Betreuerin erklärte vor Gericht, dass „das ganze Zimmer voller Rauch“ war, die halbe Tür gebrannt habe und davor ein glühender Haufen gelegen sei. Sie habe mit einer Kollegin den Mann aus dem Zimmer gebracht und dann mit einem Feuerlöscher den Brand bekämpft. Als die Feuerwehr eintraf, sei die Gefahr gebannt gewesen.

Dem Mann geht es mittlerweile dank neuer Medikamente viel besser und da sein Erwachsenenvertreter glaubhaft versicherte, dass sein Mandant bei dessen Eltern aufgenommen wird, wurde die Einweisung bedingt ausgesprochen.