Baden: Frau zündete sich selbst an

Eine 49-jährige Frau musste sich wegen Brandstiftung vor Gericht verantworten.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 05:49
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Symbolbild Gerichtssaal
Symbolbild Gerichtssaal
Foto: shutterstock.com/Nirat.pix

Die Staatsanwaltschaft warf der Frau vor, am 27. April in ihrer Wohnung ein Feuer gelegt und sich dabei auch selbst entzündet zu haben. Nachbarn eilten schnell zu Hilfe und dank der Freiwilligen Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die oberen Stockwerke des Gebäudes verhindert werden. Die Angeklagte war vor Gericht völlig aufgelöst und erzählte unter Tränen, dass sie große Probleme mit den Hausbesitzern habe, die sie aus der Wohnung raus haben wollten.

Durch viele Forderungen, Prozesse und einen anstrengenden Beruf sei sie am Ende ihrer Kräfte. Weil schon öfter Teile ihres Eigentums im Haus weggekommen seien, habe sie den Benzinkanister ohne Schraubverschluss mit in die Wohnung genommen. „Ich wollte am nächsten Tag den Rasen mähen.“ An den Brand selbst könne sie sich nicht erinnern, auch nicht erklären, wie Benzin an ihre Kleidung gekommen ist. Aber sie würde doch nicht die Wohnung anzünden, wenn ihre Tochter im Haus ist. Die Frau gab zu, mit psychischen Problemen zu kämpfen.

Die Nachbarn, die zu Hilfe eilten und die Frau versorgten, gaben an, dass bereits deren Hosenbeine glosten. Die Angeklagte hätte nichts Verständliches gesagt. Der Sachschaden wird vom Hauseigentümer mit über 50.000 Euro beziffert.

Die Frau wurde, nicht rechtskräftig, zu 20 Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem erging die Weisung für Bewährungshilfe und eine Psychotherapie.