Baden: Schulkollegin vergewaltigt?

Erstellt am 07. April 2022 | 05:35
Lesezeit: 2 Min
Gerichtssaal Symbolbild
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Foto: shutterstock.com/Salivanchuk Semen
18-Jähriger muss sich am Landesgericht verantworten.
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Ein 18-Jähriger aus dem Bezirk steht derzeit vor Gericht, weil er am 12. September in der Nähe einer Diskothek eine ehemalige Schulkollegin vergewaltigt haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft hat er das Opfer zufällig getroffen und man kam sich näher. Gemeinsam verließen die beiden das Lokal und ganz in der Nähe auf einer Wiese mit Weinstöcken soll es dann zu den Übergriffen gekommen sein. Man habe sich zwar einvernehmlich geküsst, alles, was darüber hinaus gegangen ist, soll gegen den Willen des Opfers passiert sein, die den jungen Mann auch mehrmals aufgefordert haben soll, sie in Ruhe zu lassen. Die Opfervertreterin gab vor Gericht bekannt, dass das Opfer zwar geflirtet hat, es aber ausgemacht gewesen sein soll, dass sonst nichts passiert. Das sei ein massiver Vertrauensverlust für sie gewesen, weil sie den Täter gekannt hat. Sie fordert 1.200 Euro Schmerzensgeld.

Der Verteidiger wies gleich zu Beginn seines Plädoyers daraufhin, „wie leicht es ist, in so eine Situation zu kommen“. Sein Mandant sei „kein Draufgänger“ und beide seien betrunken gewesen. Die Initiative zum vor das Lokal gehen und weitere sexuelle Handlungen sei von dem Opfer ausgegangen.

Prozess muss vertagt werden

„Außerdem war die Stelle, wo es passiert ist, keine 20 Meter vom Lokal entfernt, sie hätte also nur um Hilfe rufen müssen. Sein Mandant habe nichts gemacht, was die junge Frau nicht wollte, betonte der Verteidiger.

Da das Opfer am Tag der Verhandlung nicht kommen konnte, wurde der Prozess vertagt.

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