Junger Mann (20) griff Polizisten in Baden an. Iraker versuchte zu verhindern, dass Polizisten Freund mitnehmen – Haftstrafe.

Von Birgit Steinbock. Erstellt am 18. Dezember 2020 (03:34)
Prozess Gericht Symbolbild
Der Angeklagte wurde zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt.
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Ein Zwischenfall am 24. Juli am Bahnhof Baden hatte nun ein gerichtliches Nachspiel. Ein 20-jähriger Iraker wollte zwei Polzisten daran hindern, seinen Freund mitzunehmen und sprang dabei einen Beamten an. Außerdem soll er, so die Staatsanwaltschaft, gegen das Polizeiauto geschlagen und getreten haben, als dieses mit dem Freund abfahren wollte.

Der Angeklagte bekannte sich zuerst „nicht schuldig“, gab dann aber zu, dass er den Polizisten wegziehen wollte und auch die Schläge und Tritte gegen das Fahrzeug. „Weil ich sehr betrunken war.“ Die Beamten erzählten, dass sie zuvor schon wegen ihm und seinen Freunden am Bahnhof waren und diese wegen Trunkenheit abgemahnt hätten. Beim zweiten Mal mussten sie anrücken, weil der Freund des Angeklagten mehrmals gegen eine Glastür getreten haben soll. Als sie ihn mitnehmen wollten, habe sich der Iraker eingemischt…

Der wurde, nicht rechtskräftig, wegen versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt zu 15 Monaten Haft, zehn bedingt, verurteilt. Außerdem wurden von der Richterin sechs Monate bedingte Haft aus früheren Verurteilungen widerrufen. Der Mann muss also insgesamt für elf Monate ins Gefängnis.