Landsmann mit Tod bedroht und in Baden randaliert. Zum ersten Mal Alkohol konsumiert, hat Afghanen (22) nicht gutgetan: 10 Monate bedingt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. März 2021 (04:55)
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Ein 22-jähriger Afghane stand vor Gericht, weil er am 11. Dezember in einer Flüchtlingsunterkunft im Piestingtal einen Landsmann mit dem Tod bedroht haben soll. Laut Anklage ist er in das Zimmer des schlafenden Mannes eingedrungen sein und ihn bedroht und geohrfeigt haben. Am nächsten Tag soll der Angeklagte den selben Mann dann nochmals mit dem Umbringen bedroht haben, damit dieser ihn nicht anzeigt.

Der Angeklagte gab sich geständig, sagte aber, dass er an diesem Abend zum ersten Mal Alkohol, „eine halbe Flasche Jack Daniels“, getrunken habe und sich nicht so recht erinnern könne. Laut Anklageschrift hat der Mann außerdem am 1. Februar in Baden einen Einbruch und einen Versuch begangen. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, dass er an diesem Tag mit dem Zug von Neunkirchen nach Baden gefahren sei und dabei eine ganze Flasche „Jack Daniels“ schnell getrunken habe, aus „Frust, weil ich seit sechs Jahren auf eine Entscheidung in meinem Asylverfahren warte“.

Demgemäß könne er sich auch an diese Taten nicht so recht erinnern. Laut einer Augenzeugin hat der Mann in der Nähe des Badener Bahnhofs zuerst mit einem Schirmständer versucht einen Kebab-Stand aufzubrechen und danach mit dem schweren Ständer die Glastür einer Bäckerei zertrümmert. In dem Geschäft wurde er dann von der Polizei erwischt.

Der Angeklagte wurde, nicht rechtskräftig, zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt.