Verwirrter Pottendorfer wollte Zigaretten stehlen. Beim Versuch, seinen Bekannten zu bestehlen, verletzte er diesen und lief davon. Einweisung in Anstalt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2020 (05:24)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild Prozess Gericht Gerichtsprozess
Symbolbild
Shutterstock.com, Africa Studio

Eigentlich hätte der 32-Jährige wegen schwerem Raub vor Gericht gestanden, da er aber unter einer schweren psychischen Krankheit leidet, wurde am Montag über seine Einweisung entschieden.

Der Mann ist laut Staatsanwaltschaft am 1. Februar gegen halb fünf Uhr morgens über den Zaun eines Bekannten gestiegen, um diesen um Zigaretten zu bitten. Dabei dürfte ihn das Opfer bemerkt haben, jedenfalls kam der 63-Jährige raus in den Garten, wo ihm der andere einen Stoß versetzte, der ihn zu Fall brachte. Danach soll sich der Jüngere die Zigaretten am Gartentisch genommen haben und geflüchtet sein. Sein Opfer blieb mit einem Oberschenkelhalsbruch liegen.

Der 32-Jährige gab an, dass er zuerst einen Stoß vom Opfer bekommen und daraufhin zurück geschubst habe. Dass dieser verletzt wurde, „tut mir sehr leid“. Warum er um diese Zeit überhaupt unterwegs war, konnte er nicht erklären. Das Opfer sagt, dass er ihn nur fragen wollte, was er in seinem Garten macht, als er den Stoß mit beiden Händen gegen die Brust spürte. „Ich habe ihn nicht angerührt. Danach fiel ich auf den Beton und konnte nicht aufstehen. Er nahm die Zigaretten und lief davon.“

Gutachter Manfred Walzl bescheinigte dem Mann eine schwere paranoide Schizophrenie, „er braucht eine längerfristige, umfassende stationäre Betreuung“. Außerdem sei er potenziell gefährlich, daher empfahl der Psychiater eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Die Schöffen folgten dem Rat.