St. Veit: Feuerwehr-Grabstein vor Rettung. Engagement von NÖN-Fotograf Didi Holzinger regt Erhalt von Feuerwehrgrab an.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 22. Februar 2021 (03:35)
Möchten den Grabstein retten: Friedhofs-Forscher Dietmar Holzinger, SPÖ-Stadtrat Kurt Adler und Feuerwehr-Historiker Hannes Weinbauer.
Holzinger.Presse

Im Zuge seiner Friedhofsforschungen entdeckte NÖN-Reporter Dietmar Holzinger am St. Veiter Friedhof ein interessantes Grab, das aufgelassen wurde. Und zwar liegen in dieser Ruhestätte vier Herren der Familie Hoys aus drei Generationen. Alle vier waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit und versahen dort ehrenamtlich ihren Dienst.

Holzinger kontaktierte SPÖ-Stadtrat Kurt Adler, der auch für die Friedhöfe zuständig ist, und Feuerwehrchronist Hannes Weinbauer. Letzterer machte sich gleich ans Werk und stöberte in sämtlichen alten Unterlagen. Dabei wurde er auch fündig. Konkret waren Anton Hoys Senior (Jahrgang 1843) von 1879 bis 1908 Kommandant und sein Sohn Anton (Jahrgang 1879) von 1931 bis 1939 Kommandant. Franz Hoys (Jahrgang 1911) war ab 1935 Florianijünger bis zu seinem Tod 1944. Er musste im Krieg sein Leben lassen.

Einigkeit über Erhaltung des Grabsteines

Der vierte im Bunde war Georg Hoys (Jahrgang 1901) der ab 1929 bei der FF Feuerwehr St. Veit dabei war, vermutlich bis ins Jahr 1945. Über ihn gibt es noch eine spannende Geschichte mit einem historischen Feuerwehrauto (Steyr XII, Baujahr 1928), mehr darüber in einer der nächsten NÖN-Ausgaben.

Die Grabstätte von drei Generationen von Feuerwehr-Kameraden der Familie Hoys ist aufgelassen worden. Der Grabstein soll aber gerettet werden.
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Auf jeden Fall waren sich Didi Holzinger, Kurt Adler und Hannes Weinbauer einig, dass sich die verstorbenen Florianis die Rettung ihrer letzten Ruhestätte auf jeden Fall verdient haben. Eine Überlegung ist, zumindest den Grabstein zu erhalten und an einer geeigneten Stelle aufzustellen.