Baden baut Bäder aus

Trotz Verschiebung – UNESCO Anerkennung wäre für Stadtrat Hornyik „eine echte Chance“. Invest in Bäderinfrastruktur.

Erstellt am 02. Dezember 2020 | 03:33
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Die Marienquelle auf einer Karte von 1924.
Foto: Schiestl-Novotny/Graf

Die Entscheidung, ob Baden im Rahmen der Great Spas of Europe auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird, wurde um ein Jahr vertagt, berichtet ÖVP-Stadtrat Hans Hornyik, „Trotzdem laufen die Vorbereitungen für das Durchstarten der Stadt im Kreis der großen Kurstädte Europas auf Hochtouren“, sagt er.

Für den Corona-gebeutelten Tourismus sei die Anerkennung durch die UNESCO „eine echte Chance“, meint Hornyik. Gemeinsam haben die elf Great Spas of Europe damit begonnen, sich mit dem Thema „Kur der Zukunft“ auseinanderzusetzen. „Die Tourismusmanager arbeiten gemeinsam an Programmen, die unseren Fremdenverkehr neue Märkte eröffnen sollen“, erläutert Stadtrat Hornyik.

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Stadtrat Hans Hornyik möchte die Schwefelstadt Baden wieder erlebbar machen.
Foto: : psb/sap

Er betont dabei die Wichtigkeit von Investitionen in die Kurstadtinfrastruktur: „Der Titel eines Weltkulturerbes macht uns den Kern der Existenz Badens wieder bewusst: die Thermalquellen und die Heilbäder. Um den Durchbruch zurück zum Weltkurort zu schaffen, werden wir in den nächsten Jahren die Bäderinfrastruktur neu entwickeln und ausbauen, außerdem die Schwefelstadt wieder erlebbar machen. Bürgermeister Szirucsek hat dafür bereits erste Gespräche mit Investoren geführt“, verrät Hornyik. „Investition heißt nicht nur Schaffen von Neuem, sondern auch Erhalten des historischen Erbes, wegen dem die Gäste zu uns kommen“, ist er sich sicher.

Im Budget 2021 sind zwei ganz große Sanierungsprojekte vorgesehen: Einerseits um 1,5 Millionen Euro die Restaurierung der Sommerarena (die NÖN berichtete), für die dank der Nominierung zum Weltkulturerbe wesentlich höhere Förderungen bei der Republik angesprochen werden konnten, andererseits die Sicherung des Bergfrieds der Ruine Rauhenstein, einem der Wahrzeichen nicht nur Badens, sondern Niederösterreichs.

Außerdem ist im Voranschlag die Generalsanierung der Marienquelle um 120.000 Euro enthalten. Die Quelle wurde 1924 gefasst und damals der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht. Seit den 1960er Jahren ist der Zugang in der Braitner straße, sowohl zum ursprünglichen Trinkbrunnen, als auch zum als Wildbad ausgestalteten Überlauf im Schwechatbett unterbunden. „Soweit aus technischer und hygienischer Sicht möglich, soll der Zugang wieder hergestellt werden“, heißt es in der Bewerbung zum Kulturerbe.