Baden: Umweltzeichen für Kampits. Gerhard Kampits Veranstaltungsmanagement wurde mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 25. November 2020 (03:33)
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Veranstaltungsmanager Gerhard Kampits mit Umweltministerin Eleonore Gewessler bei der Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens.
BMK

Der Badener Unternehmer ist einer der wenigen Veranstalter in Niederösterreich, der als Lizenznehmer des Umweltministeriums „Grüne Veranstaltungen“ über die Bühne bringen darf.

Gerhard Kampits betrachtet „Green Events“ als erfolgsversprechende Alternative zu herkömmlich organisierten Veranstaltungen, auch wenn diese in Österreich immer noch ein Nischenprodukt sind.

Die Aufgabe von Kampits ist es, Organisatoren von Events dabei zu helfen, umzudenken, zu beraten und auf scheinbar Unverzichtbares zu verzichten.

Eine der ersten Maßnahmen, die Kampits setzte, war ein PET-Flaschen-Verbot für die Mitarbeiter, die eine Veranstaltung organisieren. Sie trinken jetzt aus Mehrweg-Trinkflaschen.

„Es funktioniert und man spart sogar Geld dabei“, weiß Kampits. Der Unternehmer ist nicht nur im Bereich „Green Events“ tätig, sondern organisiert Großveranstaltungen wie das „Klassik am Dom“ in Linz. Auch hier schaffte Kampits den Brückenschlag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

"Klassik am Dom" ist "Green Event"

Seit 2018 gilt auch „Klassik am Dom“ als Green Event. So werden bei „Klassik am Dom“ alle Getränke und Speisen vor Ort ausschließlich in Mehrweggeschirr ausgegeben. Die Besucher werden aufgefordert, Gläser, Flaschen und Teller wieder bei der Gastronomie zurück. Außerdem gibt es bei „Klassik am Dom“ keine Kaffee- bzw. Teemaschinen mit Kapselsystem. Und auch auf ein Kleidungsstück, das zum Symbol von vielen Freiluft-Events wurde, dem Regenponcho aus Plastik, sagt Kampits den Kampf an. „Wir bitten die Besucher, eigene Regenbekleidung mitzunehmen. Regenponchos sind wirklich aus billigstem Plastik gefertigt, das keinerlei Mehrwert hat.“

Kampits wertet es schon als Erfolg, „wenn nicht eine ganze Veranstaltung als Green Event gilt, aber wenn zumindest Teile eines Green Events vorhanden sind, wie der Verzicht auf Dieselaggregate oder die Verwendung von wiederverwertbaren Trinkflaschen.“ Ihm gehe es um Bewusstseinsbildung, „das ist es, was wir probieren. Ein bisschen etwas geht immer.“

So sehr sich Kampits auch über das Umweltzeichen freut, die Situation für die Veranstalter ist pandemiebedingt äußerst schwierig. Denn das Hauptaugenmerk von Kampits liegt auf dem Projektmanagement von Großveranstaltungen wie Konzerte mit Ed Sheeran, Helene Fischer oder den Rolling Stones.

„Wir sitzen und warten. Wie es ausschaut, werden wir noch ein Jahr warten“, macht sich Kampits keine Illusionen und hofft, seinen verbliebenen Mitarbeitern weiterhin ein Arbeitgeber sein zu können.