Großes Interesse an Glattauer-Lesung im Rathaus. Viele Bücherwürmer nutzten die Gelegenheit, um dem Bestsellerautor zu lauschen und sich ein kostenloses Exemplar von "Geschenkt" zu holen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. November 2019 (22:02)

„Gut gegen Nordwind“, „Alle sieben Wellen“, „Darum“ oder „Theo“ – das sind nur einige der Werke des österreichischen Erfolgsautors Daniel Glattauer. Im Rahmen der Aktion „Traiskirchen liest“ gastierte der langjährige „Einserkastl“-Kolumnist der Tageszeitung „Der Standard“ am Donnerstagabend im Rathaus-Festsaal – und dieser war, wie SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler zufrieden anmerkte, „selten so voll“. Mit verschiedenen Initiativen versuche man, mehr Bücher unter die Leute zu bringen, begründete der Stadtchef die Aktion – er erwähnte in diesem Zusammenhang auch die offenen Bücherschränke in der Stadt.

Glattauer selbst erklärte, dass er sich freue, in Traiskirchen zu Gast sein zu dürfen. „Ich bin ja bekannt dafür, dass ich mich politisch nicht äußere“, erklärte er, legte aber im selben Atemzug nach: „Aber ich bin ganz bewusst hier.“ Anschließend trug Glattauer die ersten Seiten seines Romans „Geschenkt“ vor, der 2016 erschien und von einer außergewöhnlichen Vater-Sohn-Beziehung erzählt. SPÖ-Gemeinderätin Karin Blum nahm danach die Gelegenheit wahr, um dem Schriftsteller einige Fragen zu stellen.

Unter anderem auch jene, was denn das Tollste an seinem Job sei? Glattauer lachte: Es sei das Schreiben des letzten Satzes eines Buches, erklärte er. Auf die Frage, ob er denn am Beginn des Schreibens wisse, wie das Buche denn ende, antwortete Glattauer mit einem klaren „Nein“: „Die ganze Handlung weiß ich nie, sondern immer nur Bruchstücke.“ Grundsätzlich dauere es knapp ein Jahr, bis er ein Werk abschließen könne, so Glattauer, dessen Werke teils auch schon verfilmt wurden.

Nach der Lesung signierte der Bestsellerautor dann noch seine Bücher und erfüllte Selfie- oder Fotowünsche. Als Fotograf fungierte dabei gleich der Gastgeber selbst, Stadtchef Andreas Babler.

Mehr über die Lesung auch in der nächsten NÖN Baden-Printausgabe!