Baden erneuert sein Schwefelwasser-Netz . Insgesamt 230.000 Euro investiert Stadtgemeinde in Sanierungen der Schwefelwasserleitung und Ausbau des Leitsystems.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. Juli 2018 (04:16)
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Schwefelwasser ist in Baden entlang der Schwechat sichtbar.
Fussi

Gleich mehrere Einzelprojekte zur Sanierung und Erweiterung des Badener Schwefelwasser-Leitungssystems stehen vor der Umsetzung. Im Gemeinderat wurden kürzlich einstimmig die dazu notwendigen Beschlüsse gefasst.

„Schwefelwasser ist bekannter Maßen sehr aggressiv. Als traditionsreiche Kurstadt und Anwärter auf das Unesco- Weltkulturerbe ‚Great Spas of Europe‘ ist es unsere Aufgabe, das Leitungssystem sorgsam zu warten und gegebenenfalls auszubauen bzw. zu erneuern“, erklärte dazu im Vorfeld NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber.

Sanierungen sind unbedingt erforderlich

Ohne die nötigen Arbeiten könne etwa die dauerhafte Schwefelwasserbelieferung für die NÖ Gebietskrankenkasse und für das Thermalstrandbad nicht mehr gewährleistet werden, ergänzte VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek. Grund dafür seien vermehrt auftretende Rohrbrüche in den letzten Jahren, die sowohl durch das hohe Alter der Leitungen bedingt, als auch auf das aggressive Schwefelwasser zurückzuführen sind. Daher sei eine Teilsanierung der Schwefelwasserleitung auf dem Areal Sauerhof sowie im Bereich Weilburgstraße 2 bis 6b „unbedingt erforderlich“, heißt es.

Weitere Arbeiten betreffen den Ausbau des elektronischen Leitsystems, welches bereits in der Marienquelle und Römerquelle Tiefbehälter installiert ist. Dieses hat als Zweck die Aufzeichnung von Daten betreffend Schüttung, Temperatur und Ähnlichem. Geplant ist die Erweiterung und Einbindung sowohl der Josefsquelle Bohrung 1 als auch der Römerquelle (Ursprungsquelle im Kellergeschoss des Casinos) in die Automatisierungs-Fernwirkstation.

Leitsystem wird weiter ausgebaut

Weiters sollen im Zuge der Sanierung die Steuerschränke ausgetauscht werden, da diese nicht mehr den geltenden Vorschriften für Elektrotechnik entsprechen. „Die Aufzeichnungen dienen zur Vorlage der NÖ Landesregierung, der Bezirkshauptmannschaft und sind zur Beweissicherung der Quellen unverzichtbar“, erklärte Szirucsek.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für diese Schwefelwasser-Maßnahmen auf circa 230.000 Euro.