Blumau-Neurisshof: Wahllokal war im falschen Ort . Nach etlichen Jahren fand die Bundeswahlbehörde heraus, dass sich ein Wahllokal im falschen Ort befindet.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:28)
Thomas Lenger
Bürgermeister Gernot Pauer ärgert sich darüber, dass nicht mehr im Kindergarten gewählt werden darf.

„Es ist wirklich ein Witz, wie hier die Bundeswahlbehörde vorgeht“, ärgert sich Bürgermeister Gernot Pauer (Liste PUL) über einen Bescheid vom 14. Mai.

Nur zwölf Tage vor der Europawahl beeinspruchte die Behörde das Wahllokal des Sprengels II im Kindergarten. Grund dafür? Der Kindergarten befindet sich bereits auf dem Gemeindegebiet von Schönau.

„Wir wählen dort schon viele Jahre und ich verstehe nicht, warum man, obwohl wir alles fristgerecht gemeldet haben, zwölf Tage vor der Wahl draufkommt, dass das Wahllokal nicht zugelassen wird“, ist Pauer erbost. „Wir hatten bereits alle Wahlverständigungen verschickt und mussten jetzt eiligst neue Einladungen, auf unsere Kosten, drucken und verschicken lassen“, sagt der Ortschef und will die Kosten nun dem Innenministerium verrechnen.

Leichenhalle wäre ein Ausweichlokal gewesen

Die Suche nach einem alternativen Wahllokal gestaltete sich äußerst schwierig. „Das einzige öffentliche Gebäude im Ortsteil Blumau, das wir noch zur Verfügung stellen können, wäre die Leichenhalle gewesen“, ruft Pauer in Erinnerung. Doch gemeinsam mit dem Eigentümer des ehemaligen Pfarrhofs in der Hauptallee 7 konnte schließlich eine elegantere Lösung gefunden werden. Dennoch ärgert sich Pauer über die kurzfristige Entscheidung des Innenministeriums. „Immerhin wurde hier bei uns ja schon öfter gewählt und bisher sah die Wahlbehörde das auch nicht als Problem“.

Die neuen Wahlverständigungskarten konnten in der Zwischenzeit zugestellt werden. Am Wahltag wird vor dem „ehemaligen“ Wahllokal noch einmal darauf hingewiesen, wo sich das „neue“ Wahllokal befindet.

Blumau-Neurißhof ist übrigens eine von drei niederösterreichischen Gemeinden, die ein neues Wahllokal suchen mussten.