Feuerwehr befreite Baby-Katze aus Abflussrohr. In Günselsdorf (Bezirk Baden) eilte die Feuerwehr am Dienstag einer eingeklemmten Baby-Katze zu Hilfe!

Erstellt am 13. September 2017 (14:33)

Eigentlich hatte ein Günselsdorfer gerade von zu Hause wegfahren wollen – als er plötzlich ein seltsames Geräusch im Garten vernahm. "Es hörte sich nach einer Katze an, die laut miaute", berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando (BFK) Baden in einer Aussendung.

Dem Miauen nachgegangen: Tier tief in der Erde

Der Mann war sehr verwundert, denn er besitzt gar keine Katze, und ging dem lauten Geschrei auf den Grund. Im Bereich eines Fallrohres einer Dachrinne wurde das Miauen schließlich immer lauter.

Der Günselsdorfer demontierte daher das Fallrohr der Dachrinne, im Glauben die Katze befreien zu können. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich das Tier direkt im Abflussrohr unter der Erde befand. Weil das Jammern der Katze immer lauter wurde, wählte der Mann den Feuerwehrnotruf 122 und bat um Hilfe.

Stemmgeräusch jagte die Katze noch weiter ins Rohr

Als die alarmierte örtliche FF Günselsdorf eintraf und die Lage erkundete, fand sie heraus, dass der Boden im Bereich des Abflusses aufgeschnitten bzw. aufgestemmt werden musste um näher in den Bereich des Quer- bzw. Abflussrohres zu gelangen. Die Florianis legten den Bereich frei und entfernten das untere einbetonierte Rohr, danach versuchten einige Feuerwehrleute mit der Hand direkt im Rohr die Katze anzulocken bzw. zu ergreifen.

Durch das Stemmgeräusch kroch die verängstigte Katze jedoch weiter hinein in das Abflussrohr, sodass die FF nun auch noch ein Loch ins Erdreich graben musste um ans andere Ende des Abflussrohres unter der Erde zu gelangen. Die Schreie der Katze verstummten aber weiterhin nicht.

Thunfisch lockte das Kätzchen endgültig aus der Falle

Als die Feuerwehr das Abflussrohr unter der Erde gefunden und teilweise freigelegt hatte, versuchte man die Katze ans andere offene Ende des Querrohrs (auch mit Futter) zu locken. Doch alle Versuche scheiterten und so musste man eine neue Taktik zur Befreiung des Stubentigers wählen. Im weiteren Verlauf gelang es den Florianis das Rohr ein wenig aufzubrechen um mit Hilfe eines ausziehbaren Messstabs das Katzenbaby wieder in den Bereich des freigelegten Fallrohrs zu bewegen. Dazu bedurfte es jedoch mehrerer Versuche.

Letztlich war die Taktik aber von Erfolg gekrönt: Das Kätzchen streckte immer wieder den Kopf neugierig in Richtung Freiheit, verweigerte aber zunächst noch die Befreiung. Kurzerhand entschied man jedoch das Lockmittel (Thunfisch) im Bereich der Öffnung zu deponieren und sich zurückzuziehen. Es dauerte dann auch nicht allzu lange, bis der junge Stubentiger lautstark seine Flucht in die Freiheit startete.

Ein Feuerwehrmann schaffte es, das Tier kurz zu ergreifen; schließlich schaffte der sichtlich unverletzte, nur verschmutze Ausreißer die weitere Flucht in den Garten und verschwand kurzerhand in den Gebüschen des Gartens.

Wem das Tierchen gehört, ist laut der Aussendung des BFK Baden nicht bekannt. Jedenfalls konnten die Günselsdorfer Florianis mit einem guten Gefühl ihren Einsatz beenden und auf ihre Arbeitsplätze zurückkehren. "Wie der Stubentiger ins Rohr gelangte, kann nur vermutet werden. Es wird wohl die große Neugierde gepaart mit Unachtsamkeit der Grund für die plötzliche Gefangenschaft gewesen sein", merkte das BFK an.