Massive Drohungen im Drogenrausch

22-jähriger Angeklagter bedrohte drei Bankangestellte und Beamtin am Gemeindeamt. Urteil: 11 Monate bedingt und Entwöhnung.

Erstellt am 24. Juli 2019 | 03:42
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Weil er am 18. Jänner in einer Bank drei Angestellte berauben wollte und eine Woche später eine Beamtin mit dem Tod bedrohte, wenn ihm die Gemeinde nicht endlich finanziell helfe – und er sich bei der Verhaftung gegen die Polizisten gewehrt hatte – stand nun ein 22-Jähriger vor Gericht.

Der Vorfall in der Bank müsste als Raub behandelt werden, wäre der Angeklagte zum Tatzeitpunkt nicht „auf Drogen gewesen“. Er soll die drei Frauen im Geldinstitut zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert und gedroht haben, „mit ihnen zu raufen.“ Dabei habe er erklärt, dass er ein Käfigkämpfer sei und wie ein Tier kämpfe. Die drei Frauen konnten in den Tresorraum flüchten und Hilfe herbeirufen.

„Ich bin sonst ein ruhiger Mensch, aber da bin ich durchgedreht. Es tut mir sehr leid.“

Auch bei der Tat im Gemeindeamt stand der Mann unter Drogeneinfluss. Er gab zu, dass er seit etwa fünf Jahren Cannabis und Amphetamine konsumiere: „Ich bin sonst ein ruhiger Mensch, aber da bin ich durchgedreht. Es tut mir sehr leid.“

Ein psychiatrischer Sachverständiger bestätigte, dass die Vorfälle während einer vorübergehenden Bewusstseinsstörung durch den Drogenkonsum passiert seien. Er empfahl eine regelmäßige Kontrolle beim Psychiater, eine Anti-Drogen Therapie, Drogen-Tests sowie Bewährungshilfe und die sofortige Anmeldung beim AMS.

Der Mann wurde zu 11 Monaten bedingt verurteilt und in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher eingewiesen. Die Psychiater-Anregungen wurden als Weisung erteilt.