Mol-„Tanke“ im Visier

Erstellt am 02. September 2014 | 07:02
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Foto: NOEN, Kienzl
„Mol“ drehte den (Benzin-)Hahn zu. Altlasten der Vorgänger sollen der Auslöser sein. So treten Treibstoffe bis heute weiter aus.
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Es ist ein brisantes Dokument, das der NÖN in der Vorwoche zugespielt wurde. Dabei geht es um die „Mol“-Tankstelle an der Grenze zwischen B17 und B18.

Wie berichtet, plant der internationale Tankstellen-Betreiber die Station zu schließen. Aktuell ist der Tankbetrieb eingestellt, wir haben berichtet. So soll Korrosion im Bereich der Einfüll-Stutzen der Auslöser für die Maßnahmen gewesen sein.

Bei Fahrlässigkeit droht Strafverfahren

Es dürfte aber mehr dahinter stecken, wie Recherchen ergeben haben. Im vorliegenden Gutachten der „Ensowa – Innovation und Umweltconsulting Gmbh“ aus dem Jahr 2007, wird von „Kohlenwasserstoffverunreinigungen“ gesprochen.

„Nach der (...) Erkundung bedeutet dies, dass sich eine Kontamination in einer Tiefe von ca. 1,4 bis 1,8 Metern (...) erstreckt“, heißt es darin. Was im „Chemikerdeutsch“ komplex klingt, bedeutet nichts anderes als: Sprit sickert ins Erdreich.

Die Ursache ist ungeklärt. Damals, vor sieben Jahren, war Mol nicht der Tankstellenbetreiber. Behörden verließen sich auf private Gutachten, die die Unbedenklichkeit bestätigten. Das hat die BH Baden bestätigt. „Wir überprüfen die Situation“, schildert Bezirkshauptmann Heinz Zimper.

Sollte sich eine Fahrlässigkeit der damaligen Betreiber feststellen lassen, droht ein Strafverfahren. Bis Redaktionsschluss war vonseiten der Mol niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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