Bad Vöslau schrammt am Titel vorbei. Das Sahnehäubchen auf der Bad Vöslauer Aufstiegstorte fehlt. Im Finale unterlagen die Jags Bruck/Trofaiach. In Spiel zwei vergaben die Thermalstädter einen deutlichen Vorsprung.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 04. Juni 2021 (13:51)
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Lange sah es so aus, als würden Bruck/Trofaiach und Martin Breg (l.) Bad Vöslau rund um Augustas Strazdas unterliegen. Schlussendlich holten die Steirer die Thermalstädter aber doch noch von den Beinen und sicherten sich somit den Meistertitel.
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Das erste Finalspiel in der Steiermark war eine klare Angelegenheit. Die Bad Vöslauer mussten sich Bruck/Trofaiach mit 24:31 geschlagen geben. Am Donnerstag wollten die Jags in der Heimhalle zurückschlagen, die Serie noch einmal zurück nach Trofaiach bringen. Die Vorzeichen hätten dafür allerdings besser stehen können. Neben den Langzeitverletzten Moritz Doblhoff-Dier und Emil Zalewski, die mit Krücken in der Halle saßen, gab es zwei weitere Ausfälle zu beklagen. Spielmacher Philip Schuster wurde nicht fit und kurzfristig musste auch noch Tormann Mario Dubovecak passen. Trotz allem erwischten die Jags vor knapp 300 Zuschauern den besseren Start. Die Deckung stand stabil. In der Offensive setzten die Thermalstädter immer wieder auf den Flying Goalkeeper, also einen siebenten Feldspieler. Mit schnellen Gegenstößen hielt Bruck/Trofaich zunächst noch Kontakt.

Der Hexer macht den Unterschied

Das änderte sich, nachdem Jags-Tormann Fleix Friedel wieder zur absoluten Höchstform auflief, vier Bälle höchst spektakulär entschärfte, und somit die Stimmung weiter anheizte. Mit einem komfortablen 16:12-Vorsprung ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb Bad Vöslau am Drücker und zog angeführt von Rückraumspieler Raphael Muck weiter davon. Sechs Tore betrug der Vorsprung zwischenzeitlich, doch Mitte der zweiten Hälfte riss der Faden. Bad Vöslau fing sich eine doppelte Unterzahl, inklusive Rot für Flügel Julian Riedner, ein. Die Jags waren von der Rolle, fanden diese aber dank Routinier Augustas Strazdas schnell wieder.

Jags müssen Anstrengung Tribut zollen

In der Schlussphase ging den Jaguaren aber zusehend die Luft aus. Bruck/Trofaiach kämpfte sich Tor um Tor heran. Bei Bad Vöslau wollte auf der anderen Seite kaum noch etwas gelingen. In der letzten Minute gingen die Gäste erstmals überhaupt in Führung (27:26). Die Jags retteten sich noch in die Verlängerung. Dort waren die Steirer aber überlegen, siegten schlussendlich mit 33:30 und setzten sich in der Finalserie mit 2:0 durch. Im Anschluss hatten aber beide Mannschaften etwas zu feiern: Bruck/Trofaiach den Meistertitel, Bad Vöslau den Aufstieg. Für den scheidenden Bad Vöslauer Cheftrainer Bernhard Folta gab es anschließend eine emotionale Verabschiedung und von der Mannschaft unter anderem ein beeindrucktes Trikot für den Nachwuchs. Anschließend flog der Aufstiegstrainer auf den Händen seiner Spieler durch die Halle. 

Stimmen zum Spiel

 Jags-Kapitän Fabian Schartel: „Am Ende konnten wir nicht mehr zusetzen. Wir haben alles gegeben und können stolz auf das Erreichte sein.“

 Präsidentin Sandra Barta: „Wir gratulieren den Füchsen zum Meistertitel und freuen uns auf die nächste Saison in der Ersten Liga.“