Vöslau Jags beenden Bonusrunde mit Unentschieden. Wie schon gegen Atzgersdorf verspielten die Bad Vöslauer gegen Leoben einen klaren Vorsprung, mussten sich am Ende mit einem Remis begnügen. Dennoch gibt es positive Sachen in der Analyse.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 25. April 2021 (07:33)
Lukas Kohlmaier und Bad Vöslau schlossen die Bonusrunde mit einem Remis ab. Jetzt geht es in den Play-offs um alles.
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Die Ausgangslage war insofern klar, als die Jags schon vor dem Spiel als 3. der Bonusrunde fest standen, während es für Leoben noch um Platz 4 bzw. 5 ging. Gegen die Gäste aus der Steiermark hatten die Jags zuletzt eine sehr gute Performance vorzuweisen und so begann das Spiel dann auch mit viel Dynamik seitens der Gastgeber. So stand es nach 10 Minuten bereits +5 für die JAGS. Eine robuste Deckung und schnelles (Konter-)Spiel zeichnete diese Phase des Spiels aus. Damit wurden die Leobener bereits zum ersten Team-Timeout gezwungen. In dieser Tonart ging es zunächst jedoch trotzdem weiter, wenngleich sich die Gäste über ihr Kreis- und Flügelspiel etwas besser auf die Deckung der Thermalstädter einstellen konnten. Zugleich verletzte sich auch der Spielmacher der Jags, Philip Schuster, wodurch das Angriffsspiel etwas weniger dynamisch wurde. So ging es mit 18:16 in die Pause.

Offensive Schonkost nach der Pause

Nach der Pause kam zusehends mehr Sand ins Angriffsspiel der Gastgeber. Während die Deckung weiter rackerte, gelang vorne nicht mehr allzu viel. So erzielten die Steirer nach 40 Minuten den 20:20-Ausgleich. Das Spiel war jetzt auf des Messers Schneide. Jeder Ausgang war denkbar, Kampf dominierte. Zwei Minuten vor dem Ende eine Zweiminutenstrafe für die Jags, die letztlich fast mit spielentscheidend sein sollte. Sekunden vor dem Ende nahm sich Maximilian Schartel ein Herz und knallte für das Unentschieden ins Tor. Letztlich endete das Match mit einem knappen 27:27.

Spieler des Tages und mit 8 Treffern Toptorschütze der Jags, Daniel Forsthuber: „Es waren zwei unterschiedliche Hälfte. Während wir in Hälfte eins alles im Griff hatten, war der Ausfall von Philip mit entscheidend für eine schwierige Hälfte zwei. Aber wir haben bis zum Schluss alles gegeben.“ Trainer Bernhard Folta: „Wir haben kämpferisch alles aufgeboten und trotz der Vorgabe von vier Aufbauspielern ein wirklich gutes Ergebnis erzielt. Ich bin stolz auf meine Jungs.“

Jetzt geht es für die Jaguare um die richtige Auswahl des Gegners für das Viertelfinale (pick-round), das ab 5. Mai. in einer Best-of-Three Serie gespielt wird. Hier ist alles möglich, wenngleich man doch davon ausgehen darf, dass die Thermalstädter jedenfalls als Favorit im Kampf um den Aufstieg in das Halbfinale gelten.