Vöslauer Jags legen im NÖ-Derby vor. Die Bad Vöslauer Jaguare gingen den ersten Schritt Richtung Halbfinale, schlugen Korneuburg im ersten Spiel der Viertelfinal-Serie mit 35:31.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 06. Mai 2021 (06:54)

Mit einem großen Bus reisten die Korneuburger Handballer zum ersten Spiel der Best of Three-Viertelfinal-Serie nach Bad Vöslau. Das Fahrzeug hätten die Gäste wohl gerne mit in die Halle genommen und vor dem eigenen Tor geparkt, denn Bad Vöslau traf in den ersten Minuten aus allen Lagen. 5:0 stand es nach nicht einmal fünf Minuten. Gäste-Coach Alexander Luzyanin sah sich da schon dazu genötigt, seine Auszeit zu nehmen. Denn den Fehlstart brockten sich die Gäste schon selbst ein. Unkonzentriertheiten und unnötige Ballverluste ermöglichten den Thermalstädtern gleich drei Gegenstoßtore.

Bad Vöslau behält Kontrolle

Die kurze Kopfwäsche half. Korneuburg kam besser in die Begegnung und verkürzte prompt auf 6:4. Danach verlief das Match ausgeglichener, blieb aber trefferreich. Mit 19:15 gingen die Hausherren in die Pause und legten in der zweiten Hälfte erneut mit einer starken Anfangsphase den Grundstein zum Sieg. Tormann Felix Friedel agierte in dieser Phase in Höchstform, ermöglichte seinen Vorderleuten die Führung auf 23:15 auszubauen.

Muck kommt wieder in Fahrt

Etwas ins Stocken geriet der Jags-Motor nach der Verletzung des jungen Rückraum-Riesen Moritz Doblhoff-Dier, der sich die letzten 20 Minuten der Partie mit einer Eispackung am Fuß von der Bank aus ansehen musste. In Gefahr geriet der Jags-Sieg aber nicht mehr. Einerseits weil Daniel Forsthuber vom Siebenmeter makellos bleib, andererseits weil Rückraum-Ass Raphael Muck nach einer langwierigen Schulterverletzung immer besser in Schuss kommt, mit sechs Treffern der zweitbeste Bad Vöslauer Torjäger an diesem Abend war.

Negative Serie durchbrochen

Somit jubelten Fabian Schartel und Co. schlussendlich über einen verdienten 35:31-Sieg. Es war zumindest auf der Anzeigentafel das Ergebnis, dass sich die Thermalstädter zum Auftakt wünschten. Die letzten vier Spiele der Bonusrunde konnten sie zuvor ja nicht gewinnen (zwei Remis, zwei Niederlagen). Jetzt schließt sich der Kreis, weil auch der letzte Sieg zu Hause gegen Korneuburg gelang. In der Serie steht es aber "nur" 1:0. Für Match zwei (Samstag, 19 Uhr in Korneuburg) gibt es aber auch bei den Jags Verbesserungspotenzial. Das Prunkstück, die Deckung, funktionierte, mit Fortdauer nicht mehr wie gewohnt. Im Abschluss fehlte teilweise die nötige Entschlossenheit.

Stimmen zum Spiel

Co-Trainer Max Holly: "Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben aber sicherlich einige Dinge zu besprechen und im nächsten Spiel besser zu machen. Die im Spiel erfolgte und verletzungsbedingte Umstellung unseres Deckungssystem war suboptimal, insoweit muss man zufrieden sein.“ 

Stefan Herzog, kam nach der Verletzung von Doblhoff-Dier ins Spiel: "Ich freue mich wieder Spieleinsatzzeiten bekommen zu haben und habe versucht meinen Beitrag zu leisten. Es gibt sicher Luft nach oben und wir wissen, was wir nächstes Mal noch besser machen müssen. Jedenfalls haben wir einen ersten wichtigen Schritt zum Aufstieg ins Halbfinale geschafft.“