Vöslauer Jaguare greifen im NÖ-Derby wieder an. Am Sonntag (16 Uhr) geht es in der spusu Challenge für die Thermalstädter wieder um Punkte, erstmals seit einer fast dreimonatigen, coronabedingten Pause.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 16. Januar 2021 (05:14)
Emil Scheicher und die Bad Vöslau Jags greifen am Sonntag wieder in der spusu Challenge an, wollen beim Wiederbeginn nach Coronapause gleich wieder voll anschreiben.
Jags/Klettenhofer

Drei Monate Winterpause: So etwas kennen eigentlich nur die Amateurfußballer hierzulande. Im Corona-Zeitalter mussten auch die Handballer in der spusu Challenge (zweithöchste Spielklasse) derart lange auf ein Spiel warten. Der zweite Lockdown Anfang November unterbrach das Spielgeschehen.

Im Dezember ging es mit Spitzensportkonzept zurück ins Training, am Sonntag kehren die Bad Vöslauer Handballer auch wieder in die Meisterschaft zurück. Am Sonntag (16 Uhr) heißt der Gegner Korneuburg - natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Gespielt wird nicht in der traditionellen Heimstätte, da die Thermenhalle für die Massentests, die am Wochenende stattfinden, gebraucht wird. Das Bad Vöslauer Ausweichquartier heißt BSFZ Südstadt.

Jaguare wollen Vollgas geben

Das kann die Freude bei Bad Vöslau-Captain Fabian Schartel nicht bremsen, er brennt, wie seine Kollegen, auf den Restart. Der Jaguar, der seit dieser Saison das Logo der Bad Vöslauer ziert, ist hungrig: "Es fühlt sich gut an, wieder in den Matchrhythmus zu kommen. Wir wollen Vollgas geben, um unsere Ziele zu erreichen. Das Wichtigste ist für alle, dass wir wieder ein Match haben."

Von den Coaches gab es während des Mannschaftstrainingsverbot ein Heimprogramm, danach gab es viele interne Testmatches, um für den Wiederbeginn gewappnet zu sein. Seit dieser Woche läuft die intensive Vorbereitung auf Korneuburg.

Die Defensive wird entscheiden

In der ersten Saisonbegegnung konnten die Bad Vöslauer gewinnen, sind als Tabellenvierter gegen den Sechsten auch diesmal in der leichten Favoritenrolle, wenngleich Schartel ein Match auf Augenhöhe erwartet:

"Korneuburg spielt einen sehr schnellen Handball. Da müssen wir dagegenhalten. Wir können dieses Match nur in der Defensive für uns entscheiden", glaubt der Captain der Thermalstädter, die quasi aus dem Vollen schöpfen können. Einzig Raphael Muck wird wie schon während der gesamten Herbstsaison fehlen. Den NÖN-Bezirkssportler des Vorjahres plagen Schulterschmerzen.