Vöslauer Jaguare stutzten St. Pöltner Falken die Flügel. In einem umkämpften NÖ-Derby sichert sich Bad Vöslau endgültig die Teilnahme am oberen Play-off. Für Sankt Pölten hat sich dieses Thema hingegen erledigt.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 21. Februar 2021 (09:00)

Bad Vöslau holte im Kalenderjahr 2021 sieben Siege in neun Pflichtspielen, mauserte sich vielleicht sogar zum größten Herausforderer von Titelfavorit Hollabrunn. Immerhin schlugen die Thermalstädter unter der Woche den Tabellenzweiten Bruck/Trofaiach. Gegen den Achten waren die Jaguare in ihrer Heimhalle natürlich der klare Favorit. Doch die Landeshauptstädter kämpften gegen die Drittplatzierten Vöslauer um die letzte kleine Chance auf den Einzug in die obere Zwischenrunde (Top Fünf). Sankt Pölten kam tabellarisch gehörig unter Druck, weil nach dem Sensationssieg zum Jahresauftakt gegen Leoben sechs Niederlagen folgten.

Ein Match auf Augenhöhe

Die Trendwende sollte schlussendlich auch gegen Bad Vöslau nicht gelingen. Aber die Gäste fighteten in der Thermenhalle beherzt und nutzten ihre Möglichkeiten gegen die beste Defensive der spusu Challenge vor der Pause konsequent. Bad Vöslau-Keeper Felix Friedel musste die Bälle reihenweise aus dem Netz holen, doch auch die Hausherren hatten in der Offensive ihr Visier auf scharf gestellt. Das Resultat: ein echtes Schützenfest in den ersten 30 Minuten. Mit 19:19 ging es in die Pause. Interessant: Bad Vöslau führte kein einziges Mal, war aber auch kein einziges Mal höher als mit zwei Treffern im Rückstand.

Bad Vöslau vernagelt das Tor

Am Geschehen sollte sich zu Beginn der zweiten Hälfte nicht viel ändern. Sankt Pölten legte immer wieder vor und Bad Vöslau zogen immer wieder nach. Eine Viertelstunde vor dem Ende stand es 28:28. Und dann gerieten plötzlich beide Offensivmotoren ins Stottern. Die Deckung der Jaguare war in dieser Phase richtig bissig. Keeper Mario Dubovecak - der Ende des ersten Durchgangs für Friedel ins Match kam - musste knapp elf Minuten kein Gegentor hinnehmen. Bad Vöslau setzte sich entscheidend ab, jubelte über einen 33:30-Sieg. Man of the Match war Augustas Strazdas. Der litauische Spielmacher der Jags warf an seinem 41. Geburtstag acht Treffer. "Es war heute nicht einfach, letztlich zählt aber nur der Sieg und den haben wir trotz allem auch auf Grund der zweiten Hälfte verdient", resümiert Strazdas.