Wie viel ist zu viel beim Smartphone?. Schüler reflektierten ihren Smartphone-Konsum und gingen der Frage nach, wann von Handysucht die Rede sein müsse.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Mai 2019 (05:47)
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Direktorin Sonja Happenhofer mit den Schülern der 2E.
privat

Am Gymnasium Frauengasse fand ein „digitaler Tag“ statt, an dem der Unterricht einen Vormittag lang im Zeichen der digitalen Grundbildung stand, die seit neuestem laut Lehrplan in den 2. Klassen durchgeführt werden soll. „Die digitalen Tage sind bei den Schülern sehr beliebt“, weiß Direktorin Sonja Happenhofer.

Der Frage „Wie viel ist zu viel“ ging dabei im Biologie-Unterricht die 2E nach. Unter dem Aspekt „Wohlbefinden & Gesundheit“ haben sich sie Schüler mit dem Thema „Handysucht“ beschäftigt. Dabei haben sie zuerst in Gruppen ihren persönlichen Handykonsum reflektiert. „Viele Smartphones der Kinder sind bereits mit einer App ausgestattet, die Zeit und Art der Handynutzung aufzeichnet. Das Telefonieren und SMS-Schreiben waren in der Top 5 Liste der Klasse nicht mehr aufzufinden,“ bemerkte Happenhofer.

Anschließend wurde darüber gesprochen, wie Sucht zu definieren ist. Da normale Handynutzung und Handysucht schwer voneinander abzugrenzen sind, haben die Kinder mit Laptops eine Mind-Map erstellt, welche Anzeichen auf eine problematische Handynutzung hindeuten könnten. „Digitale Bildung und sich über seinen persönlichen Umgang mit Medien bewusst zu werden, sind die besten Wege einer erfolgreichen Suchtprävention“, betont Happenhofer. Von Sucht könne man sprechen, wenn Kinder 6 bis 8 Stunden pro Tag das Handy benutzen.