Teesdorf: Wenn der Beruf eine Berufung ist. Die Beziehung zu den Klienten ist viel enger als bei anderen Pflegediensten.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:13)
Gesundheits- und Krankenpfleger Peter K. bei der Betreuung von Hildegard P. übt seinen Beruf nun seit 3 Jahren aus und schätzt das selbstständige Arbeiten und den direkten Kontakt zu seinen Klienten.
RK Baden

Seit drei Jahren übt der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger Peter seine Tätigkeit beim Roten Kreuz in Baden aus. Er ist in der Hauskrankenpflege tätig, ein Beruf, der eine immer größere Bedeutung in der Gesellschaft gewinnt.

Er ermöglicht Hilfe in den eigenen vier Wänden ist aber gleichzeitig viel mehr als nur ein medizinischer Hausbesuch. Die Beziehung, die er zu seinen Klienten aufbaut, ist etwas ganz Besonderes. „Sie ist viel enger als zum Beispiel in einem Krankenhaus, wir gehören fast schon zur Familie“, erzählt er. Und er ist stolz auf seine Kollegen. „Wir sind zwar die meiste Zeit alleine unterwegs, dennoch sind wir ein tolles Team, das immer zusammenhält und wo jeder dem anderen hilft.“

Kürzlich besuchte Peter Frau Hildegard in ihrer netten Zwei-Zimmer- Wohnung im 1. Stock eines Mehrparteinhauses in Teesdorf. Kaum hatte er die Wohnung der Pensionistin betreten, erkundigte sich der Gesundheits- und Krankenpfleger gleich, wie es der Tochter von Hildegard geht. Während Peter mit sicheren Handgriffen die offenen Wunden am Fuß der Pensionistin versorgt,e wurden die Geschehnisse der letzten Tage im Leben von Hildegard besprochen. Sie stelltu Peter eine Tasse Kaffee auf den Tisch. In der Zwischenzeit weiß sie ja schon, wie er ihn am liebsten trinkt.

Beim Dokumentieren und Durchsehen der aktuellen Medikamentenliste erinnertu er sie noch an einen bevorstehenden Krankenhaustermin und während er seine Utensilien wegräumtu, erzähltu die Pensionistin noch, wie die Serie zu Ende gegangen ist, die beim letzten Besuch im Fernsehen gelaufen ist. „Ich freue mich schon auf Freitag“, verabschiedetu sie Peter nach einer guten halben Stunde.

Hildegard lebt seit vielen Jahren alleine in ihrer Wohnung und die Besuche des Teams der Hauskrankenpflege vom Roten Kreuz Baden bereiten ihr dreimal in der Woche eine große Freude. Dabei geht es nicht nur um die kompetente pflegerische Betreuung, sondern auch um die Persönliche. Und natürlich auch darum, dass sie mithilfe des Roten Kreuzes in ihren eigenen vier Wänden leben kann.

Derzeit sucht das Rote Kreuz Baden noch Mitarbeiter im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, Interessenten können sich gerne melden.