Besonderer Rundgang durch das Stift

Theologin lud wissbegierige Heiligenkreuzer zu einem Rundgang durch „ihr“ Stift und faszinierte mit viel Fachwissen.

Erstellt am 05. Oktober 2018 | 05:07
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Waltraud Meijer-Krones neben der Grabplatte von Leopold V.
Foto: NOEN

Am Samstag lud die Dorfgemeinschaft Heiligenkreuz-Siegenfeld ihre Mitglieder – und solche die es noch werden wollen – zu einer Führung durch das Stift, das „Herz des Ortes“.

Viele Bewohner erhielten seit den Führungen während ihrer Schulzeit keine weiteren Informationen über Neuerungen im Klosterbereich. Dem sollte mit dieser Führung durch die Heiligenkreuzerin Waltraud Meijer-Krones abgeholfen werden. Meijer-Krones verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit im Klostergebäude und kennt seither jeden Winkel.

Subventionen gibt es nur für Kunsterhaltung

Nach einer Einführung in die Spiritualität und die historische Entwicklung beleuchtete sie die Wirtschaft des Klosters, das 100 Mönche und die päpstliche Hochschule mit ihren Studenten beherbergt. Zudem werden in den Stiftbetrieben 150 Menschen beschäftigt. Ein Teil der Mönche arbeitet in der Seelsorge in den 22 inkorporierten Pfarren, andere sind als Wissenschafter und Professoren an der Hochschule tätig.

Das Kloster erhält sich durch Forst- und Landwirtschaft sowie sonstige Betriebe selbst und erhält für den normalen Betrieb keinerlei Zuschüsse von Land und Bund. Einzig für den Erhalt der Kunstschätze und der historischen Gebäude gibt es Subventionen.

Mit ihrem fundierten Wissen erzählte Waltraud Meijer-Krones von der Errichtung des Klosters. Es besteht ohne Unterbrechung seit der Gründung im Jahr 1133 und ist damit – nach dem Stift Rein – das seit der Gründung weltweit zweitälteste durchgehend bestehende Zisterzienserkloster.

Die Berichte über die Zerstörungen durch die Türken, den Wiederaufbau, die Zu- und Umbauten in den Jahrhunderten des Bestehens und dem behutsamen Rückbau der Stiftskirche in den letzten Jahren, der wieder auf den schlichten Ursprung zurückführen soll, faszinierten die „Heiligenkreuzer“, die diese Führung der ganz besonderen Art sichtlich genossen.