Viel Geld fürs Holz bei Laubholzversteigerung . In Heiligenkreuz standen auch „Tulpenbaum“ und „Zürgelbaum“ zum Verkauf an. Und eine Eiche um 4.300 Euro.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 15. Februar 2020 (03:04)
Schüler der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof bei Zwettl mit dem Obmann des niederösterreichischen Waldverbandes Franz Fischer, der Waldkönigin Anna Maria (beide Bildmitte) und Kammerrat sowie Obmann der Bezirksbauernkammer Mödling Johann Tröber (ganz links).
Stephanie Pirkfellner

110 Waldbauern und Forstbetriebe nahmen an der 18. Laubholzversteigerung in Heiligenkreuz teil. Trotz derzeit schwieriger Rahmenbedingungen in der Forstwirtschaft zeigt die diesjährige Laubholzsubmission (Angebotseröffnung), dass sich selbst in herausfordernden Zeiten Engagement und Know-how bei der Waldbewirtschaftung bezahlt machen. Die Laubholzsubmission ist ein Beispiel dafür, was man in der Gemeinschaft schaffen kann. So bringt die Wertholzversteigerung, die von der Landwirtschaftskammer NÖ und dem Waldverband NÖ gemeinsam ausgerichtet wird, nicht nur Vorteile bei der Preisgestaltung mit sich, sondern schärft zudem das Bewusstsein für den Wert der heimischen Hölzer.

„Die Laubholzversteigerung ist ein absolutes Highlight für bäuerliche Waldbesitzer“, weiß Andrea Wagner, designierte Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ. „Insbesondere kleineren Betrieben bietet diese Vermarktungsmöglichkeit die Chance, für außergewöhnliche Qualitäten gute Preise zu erzielen. Wir können beobachten, dass die Nachfrage nach hoher Qualität besteht und auch die Bereitschaft da ist, dafür einen entsprechenden Preis zu zahlen.“ Das zeigt der Durchschnittspreis über das gesamte angelieferte Holz, der heuer bei 467 Euro pro Festmeter lag.

Trendholz Eiche und neue Baumarten

Die Wertholzversteigerung zeigt, dass Laubhölzer in hoher Qualität immer gefragt sind. In den letzten Jahren ging der Trend hin zu dunklem Holz. Dies machte sich dieses Jahr bei den angebotenen Holzarten deutlich bemerkbar. „Den Hauptteil des heuer zu vermarktenden Holzes machte die Eiche aus. Neben den derzeit viel gefragten Klassikern werden aber auch immer wieder neue Baumarten angeboten. Insbesondere der Tulpenbaum sowie der Zürgelbaum erzielten hier gute Ergebnisse“, erklärt Franz Fischer, Obmann des NÖ Waldverbandes. Den Spitzenpreis erzielte eine Eiche mit 4.300 Euro. Den höchsten Festmeterpreis erreichte eine Walnuss: 1.620 Euro pro Festmeter.