Teilsperre nach Felssturz am Badener Wegerl. In den frühen Samstagabendstunden kam es am sogenannten „Wegerl im Helenental" nahe "Zur Hauswiese" im Badener Ortsteil Weikersdorf zu einem Felssturz!

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 27. August 2017 (09:52)

Eine Spaziergängerin setzte am frühen Samstagabend bei der Stadtpolizei Baden einen Notruf ab, gegen ca. 18.15 Uhr wurde auch die Feuerwehr alarmiert. Der beliebte Waldweg wird von Spaziergängern, Joggern und vor allem auch Hundebesitzern häufig frequentiert. Das Ausmaß des Felssturzes blieb zunächst unklar.

Baum drohte auf den Waldweg zu stürzen

Aus einem Steilhang direkt neben dem „Wegerl im Helenental“ hatten sich Gesteinsbrocken gelöst. Zumindest ein großer Felsbrocken stürzte auf dem Waldweg in das direkt vorbeiführende Bachbett des Schwechat-Flusses, dabei durchschlug er auch die Weg-Abgrenzung.

Menschen oder Tiere kamen zum Glück nicht zu Schaden. Ein Baum, dessen Wurzeln fast zur Gänze im Steilhang freigelegt worden waren, drohte allerdings auf den Waldweg zu stürzen. Auch konnten die eingetroffenen Einsatzkräfte nicht ausschließen, dass sich noch weitere Felsbrocken lösen.

Umgehend sperrte man deshalb den Wegabschnitt zwischen der Brücke zur „Hauswiese“ und der „Eugen-Villa“; der Bereitschaftsdienst des Bauhofs der Stadtgemeinde Baden brachte Absperrgitter an. Die Feuerwehr montierte zusätzliche Hinweisschilder und weitere Absperrbänder.

Feuerwehr-Ärger mit uneinsichtigen Passanten

All das war vor allem deshalb notwendig geworden, weil laut einer Aussendung der Florianis "leider mehrere Passanten einerseits die provisorischen Absperrbänder einfach ignorierten und andererseits auch nicht den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge leisteten."

Es seien Wortmeldungen abgegeben worden wie etwa „Ich habe keine Absperrung gesehen, denn ich bin mit dem Hund durch das Flussbett gegangen“ – im gesperrten Abschnitt gäbe es aber gar keine Möglichkeit auf den Waldweg zu gelangen, ohne nicht einen Steilhang heraufklettern zu müssen. Auf die Frage, warum man die Bänder ignoriere, hätte so mancher geantwortet "Das kann ja jeder machen" und man wollte "nachschauen warum gesperrt wurde". Ein Jogger habe so getan "als würde er weder Deutsch als noch Englisch verstehen und lief einfach durch den Gefahrenbereich durch."

Die Stadtpolizei veranlasste eine Beseitigung der Gefahrenquellen durch den Waldbesitzer; die Sperre des betroffenen Waldstückes wird voraussichtlich zumindest bis Montag aufrecht bleiben.