Dank Leader altes Handwerk neu belebt. Innovativen Ideen der Wertschöpfung rund um Schwarzföhre & Pecherei: Projekt-Präsentation „Schwarzföhre 2.0“.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 13. September 2018 (05:22)
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Johann Leitner (Pechermuseum), Christoph Vielhaber, Gerhard Kogler (Obmann Verein „Die KEAföhrenen“), Forstwirt & Autor Herbert Kohlross, Heurigenwirtin Karin Zigeuner und Maria Fiala.
Andreas Fussi

Die „Schwarzföhre 2.0“ – ein dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen der Leader-Region Triestingtal und der Leader-Region NÖ Süd – wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Um das Leader-Projekt über die Laufzeit hinaus lebendig zu halten, wurde der Verein „Der KEAföhrenen“ ins Leben gerufen, dem Gemeinden des Triesting- und Piestingtales sowie engagierte Betriebe und Personen angehören. Das Wort KEA bezeichnet besonders harzreiche Teile der Schwarzföhre.

„Übergeordnetes Ziel des Projektes ist, die Wertschöpfung aus den Produkten und Angeboten rund um das Thema Schwarzföhre und Pecherei zu erhöhen und vor allem auch neue touristische Produkte zu entwickeln“, so VP-Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

Christoph Vielhaber, Maria Fiala, Anette Schawerda, BH Verena Sonnleitner, Bgm. Leopold Nebel und Andreas Marquardt (Wirtschaftskammer).
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VP-Bürgermeister Leopold Nebel, Obmann der Leader-Region Triestingtal, verwies auf die Tradition der Pechgewinnung und –verarbeitung, die einst eine wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Familien in der Region gewesen ist. 2011 wurde die Pecherei in Niederösterreich in die Liste des nationalen immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen, berichtete Gabriele Eschnig, Generalsekretärin der Unesco-Komission. „Es freut mich sehr, dass mit diesem Alleinstellungsmerkmal für das Triestingtal die Entwicklung neuer touristischer Produkte ermöglicht wird“, betonte Wienerwald Tourismus Geschäftsführer Christoph Vielhaber.

„Ich bin stolz darauf, dass es durch den Ideenreichtum und das Engagement der Projektpartner gelungen ist, neue Produkte rund um die Schwarzföhre zu entwickeln. Dieses Projekt hat die Basis geschaffen, um die Pecherei im Triesting- und Piestingtal hautnah zu erleben“, freut sich Leader-Managerin Anette Schawerda.

Am 5. Oktober wird mit dem „Weg des Harzes“ in Markt Piesting ein weiteres Projekt eröffnet. Dieser soll das frühere Zentrum der Harzverarbeitung mit Pecherlehrpfad und Museum Hernstein verbinden. Das Thema wird auch kulinarisch von den Gastrobetrieben umgesetzt.