Hernstein

Erstellt am 28. August 2018, 07:29

von Elfi Holzinger

Wöhrer nun ein „Wilder“ im Gemeinderat. Völlig überraschend trat der Hernsteiner FPÖ-Mandatar Markus Wöhrer aus seiner Partei aus: „FPÖ betreibt Wählerverrat“.

Der Hernsteiner Gemeinderat Markus Wöhrer gab seinen Austritt aus der FPÖ bekannt und bleibt als „Wilder“ im Ortsparlament.  |  privat

Markus Wöhrer trat bei den letzten Gemeinderatswahlen für die Freiheitlichen in der Marktgemeinde an und erzielte auch prompt ein Mandat.

Somit war auch sein Einzug in den Gemeinderat gesichert – wenn auch nur als einziger Mandatar. Trotzdem konnte Wöhrer seine Meinung einbringen und auch Sympathisanten dazugewinnen, wie etliche Mails und Nachrichten beweisen.

Nach dem Einzug der Freiheitlichen in die Regierungsbänke war der Werbeberater, Schriftsteller und Journalist allerdings mit seinen „Freiheitlichen“ so gar nicht mehr zufrieden und legte nun sogar seine Mitgliedschaft bei der FPÖ zurück! Sein Mandat als Gemeinderat wird er künftig als „Wilder“ weiterhin ausüben.

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass Gemeinderat Markus Wöhrer aus persönlichen Gründen unsere Gesinnung nicht mehr als die Seine ansieht und die FPÖ verlässt.“

Der stellvertretende Bezirksobmann der Freiheitlichen, Werner Rogner, zu seinem verloren gegangen „Schäfchen“: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass Gemeinderat Markus Wöhrer aus persönlichen Gründen unsere Gesinnung nicht mehr als die Seine ansieht und die FPÖ verlässt.“ Bedenklich und verwunderlich sei nur, dass Wöhrer sein Gemeinderatsmandat behalte, welches er durch die Unterstützung der FPÖ erhalten habe. „Unser Bedauern hält sich in Grenzen, da unsere Planung für die Zukunft bereits ohne Herrn Wöhrer stattfand.“

"Die FPÖ scheint nicht zu merken, dass ihnen die ÖVP den Boden abgräbt"

Dazu Markus Wöhrer: „Ich möchte mich noch in den Spiegel schauen können. Die Freiheitlichen vergaßen ganz und gar ihre Wahlversprechen. Seien es die Themen Pensionen, das Schächten, die Sozialleistungen und vieles mehr. Die FPÖ scheint nicht zu merken, dass ihnen die ÖVP den Boden abgräbt. Mich sprechen sehr viele ehemalige FPÖ-Wähler darauf an. Auch sie sind unzufrieden und fühlen sich verraten.“

Leider komme Kritik in der FPÖ gar nicht gut an, „aber es geht mir ums Prinzip. Auch wenn ich jetzt ein ‚Wilder‘ bin, so werde ich stets versuchen, die Geschicke unserer Marktgemeinde im positiven Sinne mitzugestalten.“