Hilfe in bitterer Armut

Erstellt am 11. März 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Engagierter Badener / Gottfried Gary lindert mit seinem „Hilfswerk Ost“ die Not in Osteuropa. Seit 12 Jahren organisiert der Badener Hilfslieferungen.
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Von Sonja Pohl

BADEN / 204 Hilfslieferungen mit mehr als 7.133 Kubikmeter Hilfsgütern, fünf Eisenbahnwaggons mit Landmaschinen, 19 Kraftfahrzeugüberstellungen in die Ukraine, nach Rumänien, Moldawien, Ungarn und in die Slowakei und 19 Feriencamps, sechs davon in Österreich, organisierte Gottried Gary in den vergangenen 12 Jahren mit seinem Verein „Hilfswerk Ost“. Sein Motiv dafür? „Die christliche Nächstenliebe. Wenn man die Armut in diesen Ländern sieht, muss man doch einfach helfen“, erzählt der Vereinsobmann selbstlos von seinem vielseitigen Engagement.

Und er wird nicht müde, Hilfsgüter und Spenden zu sammeln, um Menschen in Osteuropa zu unterstützen. Über 50 Mal war er bereits selbst in der Ukraine und erlebte hautnah mit, wovor viele andere die Augen verschließen. „Man kann sich gar nicht vorstellen, in welch bitterer Armut etwa Roma-Familien leben. Und wie wenig Chancen sie haben, sich selbst zu helfen“, erzählt der Badener. Denn Garys Ansatz ist auch Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren. So organisierte er beispielsweise Saatgutspenden, um Bauern beim Kartoffelanbau zu unterstützen.

Ausstellungseröffnung für guten Zweck

Seit 1990 ist Gottfried Gary hauptamtlich in der Entwicklungshilfe tätig, die letzten vier Jahre organisiert er diese von Baden aus. „Im Bezirk suchen wir auch dringend Lagermöglichkeiten“, hofft er auf diesbezügliche Unterstützung, denn die dem Verein bisher zur Verfügung stehende Halle muss nun leider geräumt werden. Parallel dazu ist der Obmann des Hilfswerks Ost bemüht, Partner aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben zu finden, um die Vereinsprojekte finanzieren zu können.

Glücklicherweise tut sich auch immer wieder der eine oder andere Förderer auf. „So stellt Kulturschaffende Heidi Halbritter ihre Ausstellungseröffnung am 14. März, 19 Uhr, im Bad Vöslauer Weingut Schlossberg in den Dienst der guten Sache. Alle Einnahmen und auch Spenden, die dort zusammenkommen, werden der Osteuropa-Hilfe zur Verfügung gestellt“, freut er sich. Ebenso wie über jede noch so kleine Sach- oder Geldspende. „Wer uns unterstützen will, kann dies über das Spendenkonto Nr. 72.701.296, BLZ 60.000 bei der PSK, oder bei der Raiffeisenkasse Himberg, Konto Nr. 3.907.649, BLZ 32.209 tun.“

Denn auch in nächster Zukunft hat Gary viel vor. „Wir wollen eine Bildungswoche für rumänische Jugendliche und auch weiter Saatgutspenden für Moldawien organisieren“, erklärt er und garantiert zugleich, „dass jeder einzelne Euro für die Entwicklungshilfen aufgewendet wird.“ Zum weiteren Tätigkeitsfeld des Hilfswerks Ost zählen übrigens Jugend- und Familienpatenschaften. Dafür ausgewählt wurden besonders bedürftige und auch behinderte unterstützungswürdige Kinder und Jugendliche in schwierigen Familienverhältnissen.

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